Schweizer Unternehmen bleiben in robuster Verfassung

11. September 2018 14:31

Zürich - Trotz historisch tiefer Zinsen widerstehen Schweizer Unternehmen der Versuchung, sich höher zu verschulden. Insbesondere die KMU setzen weiterhin auf grundsolide Kapitalstrukturen. Dies sind Schlussfolgerungen aus dem neuen Kredithandbuch Schweiz der Credit Suisse.

Für das Kredithandbuch Schweiz 2018 hat die Credit Suisse 55 Unternehmen, elf Partnerwerke, 26 Kantone und sechs Städte untersucht, informiert die Zürcher Grossbank in einer Mitteilung. Im Vergleich zur Vorjahresausgabe wurden sechs Partnerwerke nicht mehr erfasst und vier Emittenten hinzugefügt.

Aufgrund des weiterhin günstigen Kreditumfelds haben sich die Bewertungen der insgesamt 98 Emittenten im Vergleich zur Ausgabe vom September 2017 fast nicht verändert. Drei Emittenten bekamen ein höheres Rating, herabgestuft wurde niemand.

Die Nettoverschuldung der untersuchten Emittenten wuchs im Berichtszeitraum um 21,0 Prozent auf 115 Milliarden Franken. Da auch das aggregierte Betriebsergebnis (EBITDA) der Emittenten zulegte, sei das entsprechende Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA aber nur um 0,35x auf 1,05x angestiegen. Zudem verweisen die Analysten darauf, dass der Löwenanteil der Neuverschuldung auf die fünf grössten betrachteten Unternehmen ABB, LafargeHolcim, Nestlé, Novartis und Roche entfiel.

Schweizer KMU hingegen hätten „den Verlockungen des Fremdkapitals“ mehrheitlich widerstanden, heisst es in der Mitteilung. „Mit der Wahrung grundsolider Kapitalstrukturen machen die Schweizer KMU ihrem Ruf erneut alle Ehre“, schreiben die Analysten der Credit Suisse. Anleger bei Schweizer KMU müssten sich daher „weniger Sorgen machen als bei Anleihen anderer Industrieländer“. Zudem sei die Ausfallhäufigkeit im Schweizer Kapitalmarkt äusserst gering. hs

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