Schweizer Tourismusbranche steht Kopf

09. Juli 2020 14:10

Bern - Nach dem Rekordjahr 2019 mit mehr als 39 Millionen Logiernächten in Schweizer Hotels kehrt sich das Bild im Corona-Krisenjahr 2020 um. Buchungsstände sind niedrig und viele touristische Betriebe kämpfen ums wirtschaftliche Überleben.

Die vom Schweizer Tourismus-Verband veröffentlichte Publikation „Schweizer Tourismus in Zahlen“ beschreibt 2019 als ein absolutes Rekordjahr für die Hotellerie mit 39,6 Millionen Logiernächten und auch in der Parahotellerie mit 16,7 Millionen. Obwohl Schweizer gern ins Ausland fahren erreichte die eigene schweizerische Nachfrage in der Hotellerie einen Rekordwert von 17,9 Millionen Logiernächten. 2019 registrierten die schweizerischen Flughäfen im Linien- und Charterverkehr 58,6 Millionen Passagiere, auch das eine Rekordzahl. Ebenso nahm das Fahrgastaufkommen bei Bahn und Post-Autos zu.

Dieses rundum positive Bild hat sich seit Beginn der Corona-Krise ins Gegenteil verkehrt. „Die Corona-Pandemie hat tiefe Spuren hinterlassen und lässt viele touristische Betriebe ums wirtschaftliche Überleben kämpfen“, heisst es in der Medienmitteilung des Verbandes. Trotz einer gewissen Normalisierung seien die Buchungsstände nach wie vor niedrig, besonders im Städte- und Geschäftstourismus. Auch scheinen sich viele Schweizerinnen und Schweizer mit ihrer Ferienplanung bei definitiven Entscheidungen zurückzuhalten. Wieder steigende Fallzahlen tragen offenbar zu diesem Zögern bei.

Unterstützungsmassnahmen in der Krise durch den Bundesrat wie Verlängerung der Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld begrüsst der Schweizer Tourismus-Verband, hält aber auch an seinen Forderungen nach zusätzlicher Unterstützung in Härtefällen fest. Positive Signale der Landesregierung werden vom 3. Tourismusgipfel am 31. August erwartet, zu dem Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga eingeladen hat. gba

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