Schweizer Stiftungssektor wächst

18. April 2016 12:34

Zürich - Die Anzahl der gemeinnützigen Stiftungen in der Schweiz ist 2015 gewachsen. Ende Jahr zählte der Schweizer Stiftungssektor 13.075 Stiftungen. Die meisten Neugründungen gab es 2015 in Zürich.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 335 neue Stiftungen in der Schweiz gegründet. Die Anzahl der Liquidationen betrug demgegenüber 149 (nach 225 im Jahr 2014). Weiter wurden elf Fusionen verzeichnet. Die Zahlen gehen aus einer Mitteilung zum Schweizer Stiftungsreport 2016 hervor, der im Mai vorgestellt wird.

Am höchsten war das Stiftungswachstum 2015 in Zürich, wo 61 neue Stiftungen gegründet wurden. Den zweiten Platz nimmt mit 50 Neugründungen die Stadt Genf ein. Basel-Stadt verzeichnet die höchste Stiftungsdichte. Auf 10.000 Einwohner entfallen dort rund 46 Stiftungen. Insgesamt falle das Schwergewicht bei Neugründungen zunehmend auf die Städte.

Die international tätigen Stiftungen sind hauptsächlich in den Kantonen Zug, Genf, Zürich, Nidwalden, Schwyz, Bern und Fribourg zu finden, während im Kanton Appenzell fast alle Stiftungen regional tätig sind.

Ende Jahr gab es in der Schweiz demnach insgesamt 13.075 Stiftungen, womit das Land laut der Mitteilung im europäischen Vergleich als Spitzenreiter gilt. Dabei wird betont, dass Stiftungen eine grosse Anziehungskraft ausstrahlen, weil sie eine „attraktive Kombination zwischen Gestaltungsfreiheit und Zweckbindung“ ermöglichen.

Obwohl die Anzahl der Stiftungen auch 2015 zugenommen hat, habe sich das Stiftungswachstum in den vergangenen Jahren verlangsamt. Oft werden zudem Kunst-Festivals oder Bürgerinitiativen als Stiftungen errichtet, heisst es. Diese lösen sich anschliessend schnell wieder auf. ssp

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