Schweizer Stiftungslandschaft ist dynamisch

28. April 2020 13:50

Zürich - Der Stiftungsreport 2020 hat den Schweizer Stiftungssektor im Wandel der Gesellschaft untersucht. Die soeben veröffentlichte elfte Ausgabe gibt Aufschluss über neue Entwicklungen und alte Probleme.

Mit 349 neu gegründeten Stiftungen hat das Wachstum des Schweizer Stiftungssektors im vergangenen Jahr auf das Niveau der Vorjahre zurückgefunden. Insgesamt zählte er 13'293 gemeinnützige Stiftungen. Doch auch 216 Liquidationen markieren einen neuen Rekord. 

Das sind einige der Ergebnisse des Stiftungsreports 2020. Er wird jährlich vom Center for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen, SwissFoundations, und dem Zentrum für Stiftungsrecht an der Universität Zürich (UZH) publiziert.

Stiftungszwecke wie Politik und Interessenvertretung (+ 5,4 Prozent) und Umweltschutz (+ 12 Prozent) haben laut einer Medienmitteilung an Bedeutung gewonnen. Das verbreitete Bild 100-jähriger Stiftungen sei überholt, heisst es da. So seien etwa 43 Prozent der Umweltstiftungen erst nach 2010 gegründet worden.

Das veraltete Bild von Stiftungen führe oft dazu, dass sie in der Gesetzgebung nicht spezifisch berücksichtigt würden. So habe etwa durch das engagierte europaweite Eintreten von SwissFoundations erreicht werden können, dass bei der für Finanzinstitute geltenden Meldepflicht zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung Ausnahmen für Stiftungen und Vereine beibehalten wurden.

Auch national komme Bewegung in das Verhältnis zwischen Politik und gemeinnützigen Stiftungssektor. Mehrere Kantone wie Bern und Aargau arbeiteten an Fördermassnahmen für Stiftungen und andere private Förderer der Kultur. Auch und gerade Krisenzeiten wie diese zeigten deutlich, wie schnell sich der Sektor mobilisiere und sichtbarer werde. mm

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