Schweizer Steuern sinken nur wenig

04. April 2018 14:28

Zürich - Die Gewinnsteuersätze für Unternehmen und die Einkommenssteuersätze für Personen blieben 2017 gegenüber dem Vorjahr fast unverändert. Für die Zukunft erwartet das Beratungsunternehmen KPMG jedoch deutlich mehr Dynamik im Steuerwettbewerb.

Der „Swiss Tax Report 2018“ weise für 2017 im Vergleich zum Vorjahr eine „trügerische Ruhe in der Steuerlandschaft“ auf, schreibt KPMG in der Mitteilung zum aktuellen Bericht. „Verschiedene Reformbemühungen im In- und Ausland“, werden nach Einschätzung des Beratungsunternehmens  jedoch „in naher Zukunft für deutlich mehr Dynamik im Steuerwettbewerb sorgen“. 

Seit Beginn der Erhebungen 2007 habe sich der durchschnittliche ordentliche Gewinnsteuersatz schweizweit um 3,05 Prozentpunkte reduziert, erläutert KPMG in der Mitteilung weiter. Im letzten Jahr wurden die Gewinnsteuern für Unternehmen dabei nur marginal gesenkt. Die meisten Kantone wiesen hier keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf. Die Kantone Zug, Schwyz und Schaffhausen nahmen eine moderate, die Kantone Jura, Tessin und Solothurn eine leichte Senkung der Gewinnsteuern vor. „Insbesondere in den bisherigen Hochsteuerkantonen“ erwartet KPMG jedoch im Zuge der Umsetzung der anstehenden Steuervorlage 17 „teils nennenswerte Senkungen der ordentlichen Gewinnsteuersätze“. 

Im internationalen Vergleich blieben die Zentralschweizer Kantone bei der Gewinnbesteuerung „sehr gut positioniert“. Als grössten Standortkonkurrenten in Europa nennt KPMG Irland, dessen Gewinnsteuersatz 12,5 Prozent beträgt. 

Auch bei der Individualbesteuerung natürlicher Personen belegt die Schweiz den Erhebungen von KPMG zufolge einen attraktiven Platz in der Spitzenriege. Im Durchschnitt habe sich der Spitzensteuersatz in der Schweiz „knapp unterhalb der 34-Prozent-Marke eingependelt“. hs

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