Schweizer Steuerlandschaft steht vor dem Umbruch

02. April 2019 11:52

Zürich - Die Steuervorlage 17 wird zum stärksten Umbruch der Steuerlandschaft des Landes seit vielen Jahren führen. Das zeigt der Swiss Tax Report 2019 von KPMG. In Europa bleibt Irland der härteste Konkurrent bei den Unternehmen. Osteuropa lockt mit niedrigen Einkommenssteuern.

Mit der Waadt und Basel-Stadt senken zwei Kantone mit bisher hohen Sätzen ihre Unternehmenssteuern. Die Waadt hat ihren Satz von 21,37 Prozent auf 14,0 Prozent abgesenkt, Basel-Stadt von 22,18 Prozent auf 13,04 Prozent. Andere Kantone werden folgen, wenn das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung am 19. Mai angenommen wird. Damit dürfte sich die Schweizer Unternehmenssteuerlandschaft bald grundlegend verändern, heisst es in einer Medienmitteilung von KPMG zum Swiss Tax Report 2019. 

Seit 2007 sei die durchschnittliche Gewinnbesteuerung zwar um 3,70 Prozentpunkte gesunken. Aber dieser Rückgang gehe auf einzelne Kantone wie Graubünden mit einer Senkung um 12,94 Prozentpunkte, Schaffhausen um 7,02 Prozentpunkte und Luzern um 6,58 Prozentpunkte zurück. Mit den bevorstehenden Senkungen werden gleich mehrere Kantone in die europäische Spitzengruppe vorrücken. Härtester Konkurrent bei den Unternehmenssteuern sei weiterhin Irland mit 12,5 Prozent.

Die Einkommenssteuern sind in den vergangenen Jahren nur in einigen Kantonen zurückgegangen. KPMG verweist auf Uri, wo der Höchstsatz von 33,0 Prozent 2007 auf nun 25,35 Prozent gesenkt worden ist. Auch Solothurn, Aargau und Jura hätten ihre hohen Spitzensteuersätze gesenkt. In Europa haben vor allem die osteuropäischen Staaten ihre Einkommenssteuern gesenkt. In Westeuropa sind sie teilweise sogar gestiegen. stk

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