Schweizer Start-ups nehmen 2,6 Milliarden Risikokapital ein

14. Juli 2022 15:09

Luzern/Rotkreuz ZG - Schweizer Start-ups haben im ersten Halbjahr 2022 rund 2,6 Milliarden Franken an Risikokapital angezogen, fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Halbjahresbericht zum Swiss Venture Capital Report hervor. Für die Zukunft wird allerdings mit rückläufigem Investitionsvolumen gerechnet.

Im ersten Halbjahr 2022 sind knapp 2,6 Milliarden Franken an Risikokapital in Schweizer Start-ups geflossen. Dies zeigt laut Medienmitteilung das jüngste Halbjahres-Update zum Swiss Venture Capital Report, der vom Online-Portal startupticker.ch aus Luzern und der in Rotkreuz ansässigen Investorenvereinigung Swiss Private Equity & Corporate Finance Association (SECA) in Kooperation mit startup.ch publiziert wird. Laut dem Bericht wurden insgesamt 163 Finanzierungsrunden abgeschlossen.

Der Swiss Venture Capital Report wird immer im Januar veröffentlicht. Im Juli gibt es einen Halbjahreszwischenbericht. Danach haben die Schweizer Start-ups genau 2,585 Milliarden Franken Risikokapital angezogen. Das ist ein Anstieg von fast 50 Prozent verglichen mit dem ebenfalls sehr guten ersten Halbjahr 2021. Bei der Zahl der Finanzierungsrunden liegt das Wachstum bei über 30 Prozent. Für den starken Anstieg ist nach diesen Angaben die besonders hohe Zahl grosser Finanzierungsrunden in der ersten Jahreshälfte 2022 verantwortlich. Insgesamt 13 Investitionen über 50 Millionen Franken wurden zwischen Januar und Juni 2022 abgeschlossen.

Eine Umfrage von SECA zeigt allerdings, dass die Investoren künftig einen Rückgang erwarten. Befragt wurden 80 Schweizer Risikokapitalinvestoren. Die Mehrheit der Investoren erwartet einen Rückgang beim insgesamt investierten Kapital von bis zu 25 Prozent.

Momentan verfügten Schweizer Investoren noch über genügend Mittel für weitere Investitionen. Deswegen fällt der Einbruch nicht grösser aus, heisst es. Zwei Drittel der befragten Investoren wollen in den kommenden drei Jahren mindestens 20 Millionen Franken in Schweizer Start-ups investieren, ein Drittel sogar mehr als 50 Millionen Franken. gba  

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