Schweizer sind am reichsten

26. September 2018 13:41

Wallisellen ZH - Auf der Rangliste der am Pro-Kopf-Vermögen gemessen 20 reichsten Länder hat die Schweiz 2017 ihren 2016 an die USA abgetretenen Spitzenplatz zurückgewonnen. Das Schweizer Netto-Geldvermögen legte dabei den höchsten Zuwachs seit 2009 vor.

Für die neunte Ausgabe ihres „Global Wealth Reports“ hat die Allianz Veränderungen bei Geldvermögen und Verschuldung der privaten Haushalte im Jahr 2017 für über 50 Länder untersucht, informiert Allianz Suisse in einer Mitteilung. Den Ergebnissen zufolge ist das globale Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte dabei um 7,7 Prozent auf mehr als 168 Billionen Euro angestiegen. In der Schweiz legte das Brutto-Geldvermögen um 5,9 Prozent auf 2,21 Billionen Euro zu. Damit verfügten die gut 8 Millionen Schweizer über ein höheres Vermögen als die 46 Millionen Einwohner Spaniens oder die 210 Millionen Brasilianer, erläutert die Versicherung in der Mitteilung.

„Das vergangene Jahr war sehr gut für Sparer“, wird Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz, in der Mitteilung zitiert. Die „Post-Krisen-Ära“ neige sich jedoch dem Ende zu, führt Heise weiter aus. Für die Zukunft verursachten „höhere Zinsen, Handelskonflikte und eine zunehmend populistische Politik“ zunehmend „Spannungen und Turbulenzen“.

Die Netto-Geldvermögen der Schweizer legte im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent zu. Ein derartig hoher Zuwachs war zuletzt 2009 beobachtet worden. Mit einem Netto-Geldvermögen von 173.990 Euro pro Kopf nahmen die Schweizer 2017 nach einem Jahr Pause zudem erneut den Spitzenplatz in der Rangliste der am Pro-Kopf-Vermögen gemessen 20 reichsten Länder der Welt ein. Im Jahr zuvor hatte die Schweiz diesen Platz an die USA abtreten müssen. Die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte in der Schweiz stiegen im Jahresvergleich um 2,6 Prozent auf knapp 130 Prozent des Bruttoinlandprodukts an. hs

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