Schweizer Salinen verzichten auf Salzförderung in Muttenz

30. Juni 2020 14:37

Pratteln BL - Die Schweizer Salinen haben ihre Pläne zur Soleförderung unter der Rütihard in Muttenz für mindestens 20 Jahre sistiert. Stattdessen soll der Betrieb in bestehenden Förderfeldern verlängert werden. Auch ausserhalb der Konzessionsgebiete werden Alternativen gesucht.

Der Streit um die Salzgewinnung unter der Rütihard ist vorläufig entschieden. Die Schweizer Salinen sistieren das Projekt für mindestens 20 Jahre, informiert das Unternehmen in einer Mitteilung. Als Hintergrund werden hier regionalpolitische Unsicherheiten und Verzögerungen bei der Planung des Fördergebiets genannt. Nun wollen die Salinen alternative Optionen erarbeiten.

„Der unternehmerische Entscheid, die Salzabbaugebiete neu zu priorisieren, gibt uns die nötige Handlungsfähigkeit, um die Versorgungssicherheit der Schweiz weiterhin sicherzustellen“, wird Köbi Frei, Verwaltungsratspräsident der Schweizer Salinen AG, in der Mitteilung zitiert. Dabei denke das Unternehmen auch über Importe nach. „Wir möchten dieses Mittel allerdings so wenig wie möglich nutzen, weil die Versorgung aus heimischer Produktion ökologisch und ökonomisch nachweislich besser ist.“

Konkret werden in der Mitteilung die „Betriebsverlängerung bestehender Förderfelder, sowie mögliche Alternativen ausserhalb der Konzessionsgebiete“ als Optionen genannt. In diesem Zusammenhang bemühen sich die Salinen bereits um die Verlängerung 2025 auslaufender Konzessionsverträge mit den Kantonen Aargau und Basel-Landschaft. Die Rütihard solle aber im Konzessionsgebiet verbleiben, „auf der Basis, dass die Soleförderung für mindestens 20 Jahre nicht weiterverfolgt wird“, wird Anton Lauber, CVP-Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, in der Mitteilung zitiert. „Dies gibt der kommenden Generation die Option, Vorzüge und Nachteile einer regionalen Salzgewinnung und -produktion unter neuen Vorzeichen zu beurteilen.“ hs

 

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