Schweizer Projekte erhalten Architektenpreis für energetische Sanierung

24. August 2022 10:09

Dübendorf ZH - Zwei Projekte aus der Schweiz belegen beim zweiten Aerogel Architecture Award der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) die Plätze zwei und drei. Der Architektenpreis würdigt gelungene energetische Sanierungen mit Aerogel-Materialien.

Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat einer Medienmitteilung zufolge zum zweiten Mal den Aerogel Architecture Award für historische Gebäudesanierungen vergeben. Bei den prämierten Lösungen handelt es sich um historische Gebäudesanierungen, bei denen sich das Hightech-Material Aerogel in besonderer Weise bewährt hat. Zwei Schweizer Projekte landeten auf den Plätzen zwei und drei.

Der erste Platz ging an das deutsche Architekturbüro schneider+schumacher, das das seit 2021 zum Unesco-Welterbe zählende Ensemble Mathildenhöhe Darmstadt energetisch fit gemacht hat. Den zweiten Platz belegt das Schweizer Architekturbüro Kämpfen Zinke + Partner für die Sanierung der Pfarrei Heilig Geist in Zürich. Die Jury würdigte das von Architekt Beat Kämpfen vor Jahren auf den Weg gebrachte Modernisierungskonzept, das den äusseren Originalzustand erhalten habe. Es sah mehrere Solaranlagen, den Einsatz von Aerogel in der Fassade sowie einen Ersatz der Gasheizung durch ein Wärmepumpen-System inklusive Erdsonden vor. 

Auf den dritten Platz kam die energetische Neuausrichtung des Hauses am Lindberg in Winterthur. Architektin Anne-Kathrin Halt habe die Vorgabe erfüllt, beim Umbau der 1963 erbauten Stadtvilla nicht in dessen Grundstruktur einzugreifen. Durch eine Dämmung mit Aerogel-Platten sei es gelungen, das Volumen des Hauses zu erhalten und wesentliche Bauteile im unveränderten Zustand zu belassen. Für den Aerogel Architecture Award 2022 hatten sich acht Büros aus Deutschland, China und der Schweiz beworben. heg

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