Schweizer Luxusanbieter wachsen unterdurchschnittlich

17. April 2019 14:21

Zürich - Die grossen Schweizer Luxushersteller sind 2017 sämtlich in die Wachstumszone zurückgekehrt. Doch die meisten von ihnen hinken beim Wachstum ihren globalen Wettbewerbern hinterher, zeigt ein Bericht von Deloitte.

Luxusgüter wurden 2017 wieder vermehrt nachgefragt. Wie ein Bericht des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt, haben die hundert grössten Anbieter einen kumulierten Umsatz von 247 Millionen Dollar erzielt, 30 Milliarden Dollar mehr als im Jahr zuvor. Währungsbereinigt stiegen die Umsätze um 10,8 Prozent. 

Die neun Schweizer Unternehmen unter den hundert grössten Anbietern konnten sämtlich wieder in die Wachstumszone zurückkehren. Allerdings hinkten sie mit einem Umsatzwachstum von 7,7 Prozent hinter ihren Wettbewerbern hinterher. So konnte Richemont seinen dritten Platz zwar halten, der Abstand zu LVMH als Nummer eins mit einem Wachstum von 17,2 Prozent und zu Estée Lauder mit einem Anstieg von 15,7 Prozent vergrösserte sich aber. Die Swatch Group verlor dagegen mit einem Wachstum des Umsatzes von 5,4 Prozent einen Platz und ist nun noch die weltweite Nummer acht. Rolex verlor sogar zwei Plätze und steht noch auf Platz 14, Breitling rutschte um einen Platz auf Rang 74 ab. „Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die schwierige Uhrenbranche zurückzuführen“, wird Karine Szegedi, Managing Partner und Head of Fashion & Luxury bei Deloitte Schweiz, in einer Mitteilung von Deloitte zum Bericht zitiert. Der globale Uhrenmarkt habe in den vergangenen Geschäftsjahren turbulente Zeiten erlebt.

Doch es gibt auch Wachstumsmotoren unter den Schweizer Anbietern: Die Franck Muller Group legte um 13,2 Prozent zu, sie rückte um zwei Plätze auf Rang 84 vor. Richard Mille konnte seinen Umsatz sogar um 15,6 Prozent steigern, neu steht das Unternehmen auf Platz 90, sechs Plätze weiter vorn.

Ein Trost für die Schweizer Anbieter: Im Bereich Luxusuhren konnten sie ihre führende Stellung sichern, gefolgt von Hongkong. stk

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