TORCH-Generaldirektor Jingdun Jia präsentiert die Unterschriften unter die Vereinbarung. Bild: Switzerland Innovation Park

Schweizer Innovationsparks kooperieren mit China

04. Juni 2021 10:55

Bern - Innovationsparks aus der Schweiz und aus China wollen eng zusammenarbeiten. Chinesische Hightech-Firmen sollen dabei auch Ableger in der Schweiz gründen. Gleichzeitig eröffnen sich für innovative Schweizer Firmen neue Möglichkeiten in China.

Innovationsparks in der Schweiz und in China sollen künftig kooperieren. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Switzerland Innovation und das Torch-Center des chinesischen Ministeriums für Wissenschaft und Technologie am Freitag unterzeichnet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

Das Torch-Center ist das chinesische Pendant zu Switzerland Innovation. Es koordiniert rund 170 sogenannte High-Tech Development Zones im Land. Dabei handelt es sich um Innovationsparks, die Hightech-Firmen und -Kapital anziehen und Innovationsnetzwerke etablieren sollen.

Das Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Austausch zwischen den Innovationsparks in der Schweiz und in China zu fördern. Laut Switzerland Innovation wird dabei auch ein Teil der chinesischen Hightech-Firmen Ableger in Schweizer Innovationsparks ansiedeln. Von dort sollen sie gemeinsam mit Schweizer Hochschulen und Unternehmen Innovationsprojekte vorantreiben können. Gleichzeitig bietet die Zusammenarbeit auch neue Möglichkeiten für Schweizer Firmen, die auf dem chinesischen Markt Fuss fassen wollen.

„Aufgrund des Memorandum of Understanding mit Torch erwarten wir zusätzliche Forschungsinvestitionen in der Schweiz ausgelöst durch gemeinsame Projekte zwischen Schweizer Hochschulen und chinesischen Hightech-Firmen. Damit wird der Innovationsstandort Schweiz weiter gestärkt“, wird Raymond Cron, CEO von Switzerland Innovation, zitiert.

Die Unterzeichnung des Abkommens ist aufgrund der Corona-Krise im Rahmen einer digitalen Zeremonie erfolgt. Dabei wurden laut Switzerland Innovation auch konkrete Umsetzungsschritte vereinbart. 

Das Abkommen steht den Angaben zufolge im Einklang mit der vom Bundesrat beschlossenen China-Strategie für die Jahre 2021 bis 2024. China gilt derzeit als der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz. Der Bundesrat setzt sich laut Mitteilung dafür ein, dass Schweizer Unternehmen dort mit sicheren und fairen Rahmenbedingungen arbeiten können. ssp

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