Schweizer Industrie trotzt Weltkonjunktur

01. März 2019 11:24

Zürich - Der von der Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist im Februar innerhalb der Wachstumszone gestiegen. Die Schweizer Industrie kann somit im Gegensatz zu ihrem Pendant in der Eurozone ihre Dynamik aufrechterhalten.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie notierte im Februar mit 55,4 Zählern um 1,1 Indexpunkte über dem Wert vom Januar. Er liegt damit weiterhin klar in der bei 50 Punkten beginnenden Wachstumszone, erläutern die Analysten im PMI. Ihnen zufolge scheint das Wachstum der Schweizer Industrie „demnach nach wie vor solide zu sein“. Zudem sei auffällig, „dass der Schweizer PMI seit mehr als einem Jahr deutlich höher notiert als seine Pendants in Deutschland oder der gesamten Eurozone“.

„Der Blick auf die Subkomponenten“ stimme „verhalten zuversichtlich“, heisst es im PMI weiter. Auftragslage, Lieferfristen und vor allem Beschäftigung notierten über dem Vormonatswert. Als „Wermutstropfen“ bezeichnen die Analysten hingegen die Entwicklung der Subkomponenten Vorproduktlager und Verkaufslager. Sie deuten ihnen zufolge auf eine unerwartet schwache Produktion und Nachfrage hin.

Der PMI für den Dienstleistungssektor notierte hingegen im Februar mit 55,7 Zählern um 4,1 Punkte unter dem Januarwert. Er verbleibe damit zwar in der Wachstumszone, liege aber unter seinem langjährigen Durchschnitt, erläutern die Analysten. Sie weisen darauf hin, dass die monatlichen Veränderungen im Dienstleistungs-PMI aufgrund genereller starker Schwankungen mit Vorsicht zu interpretieren sind. Im Trend unterliege aber offenbar „auch der Dienstleistungssektor einer gewissen Wachstumsberuhigung“. hs
 

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