Schweizer Immobilienmarkt überhitzt

06. Mai 2020 11:52

Zürich - Der Immobilienblasenindex der UBS ist im ersten Quartal 2020 angestiegen. Nach Ansicht der Grossbank steht der Schweizer Immobilienmarkt damit in der Risikozone.

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index verzeichnete im ersten Quartal 2020 einen Anstieg auf 1,30 Indexpunkte. Der revidierte Wert des Vorquartals lag bei 1,26 Indexpunkten. Wie die UBS in einer Medienmitteilung schreibt, befinde sich der Schweizer Immobilienmarkt damit in der Risikozone. Eine überhitzungsbedingte Preiskorrektur hält die Bank trotzdem momentan für unwahrscheinlich.

Der Indexanstieg lasse sich auf drei Entwicklungen zurückführen. Zum einen hätten die Preise um 1,0 Prozent zugelegt. Das entspreche dem stärksten Anstieg seit 2014. Zum anderen seien die Preise für Eigenheime stärker gestiegen als die Haushaltseinkommen. Gleichzeitig stagnierten die Konsumentenpreise. Der Rückgang der Einkommen wegen der Corona-Krise sei dabei noch nicht berücksichtigt. Und drittens stiegen die Anträge auf den Kauf von Vermietungsobjekten auf ein leicht höheres Niveau als in den Vorquartalen.

Die Nachfrage nach Eigenheimen sinke angesichts steigender Arbeitslosigkeit und Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung. Im Marktdurchschnitt sei jedoch trotzdem keine signifikante Preiskorrektur zu erwarten: „Zu attraktiv sind die Finanzierungsbedingungen und zu verlockend ist in vielen Regionen weiterhin der Kostenvorteil des Eigenheims gegenüber einer Mietwohnung.“

Brächen die Haushaltseinkommen „entgegen unserer Erwartungen im Jahresverlauf ein, so wäre gerade in den hochpreisigen Gefahrenregionen mit deutlichen Preiskorrekturen zu rechnen“, so Matthias Holzhey, Leiter Swiss Real Estate im UBS CIO. mm

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