Schweizer halten ihr Land für wenig korrupt

16. November 2016 12:56

Berlin - Die Schweizer Bevölkerung gibt ihrem Land bezüglich der Korruption eine gute Note, zeigt eine Umfrage von Transparency International. Sie sieht aber auch Probleme. So ist etwa ein Grossteil der Meinung, dass Korruptionsfälle aufgrund der drohenden Konsequenzen nicht gemeldet werden.

Die Regierung, die Politiker und auch die Polizei erhalten laut einer Umfrage von Transparency International gute Noten von der Schweizer Bevölkerung hinsichtlich der Korruption. Insgesamt 20 Prozent der 1000 Befragten sind der Ansicht, in der Regierung sei niemand korrupt. Nur 11 Prozent halten die meisten oder alle Regierungsmitglieder für korrupt. Zwei Drittel sind dennoch der Meinung, dass vermögende Einzelpersonen die Regierungstätigkeit zu stark beeinflussen und befürworten deswegen strengere Lobbying-Regeln.

Unternehmensmanagern wird dagegen mehr Korruption vorgeworfen. Nur 8 Prozent der 1000 Befragten sind der Überzeugung, dass niemand in dieser Gruppe korrupt ist. Ein Viertel sind der Meinung, dass  die meisten oder alle Führungskräfte in der Wirtschaft korrupt sind. Zudem sind 50 Prozent der Meinung, dass Korruptionsfälle aufgrund der damit verbundenen Konsequenzen nicht gemeldet werden.

Der globale Korruptionsbarometer misst die Wahrnehmung der Korruption durch die Bevölkerung in 42 Ländern in Europa und Zentralasien. Am besten schneiden Deutschland und Schweden ab, gefolgt von der Schweiz und den Niederlanden. Länder wie Moldawien, Russland, Serbien und die Ukraine bilden die Schlusslichter. ssp

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