Schweizer Finanzsektor leistet Schwerarbeit

26. September 2019 12:23

Basel - Fast ein Zehntel der Schweizer Bruttowertschöpfung wird jährlich im Finanzsektor generiert. Die nominale Wertschöpfung von Banken und Versicherungen hat dabei 2018 im Jahresvergleich weiter zugelegt. Dies ergibt eine Wirkungsanalyse von BAK Economics.

Den ersten Ergebnissen der Wirkungsanalyse zufolge hat der Schweizer Finanzsektor 2018 eine Bruttowertschöpfung von rund 63 Milliarden Franken generiert, erläutert BAK Economics in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 5,3 Prozent. Die komplette, im Auftrag der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) und des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) erstellte Wirkungsanalyse soll im November publiziert werden.

Der Finanzsektor gehöre „traditionell zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen der Schweiz“, schreiben die Analysten von BAK Economics in der Mitteilung. Die von den Schweizer Banken und Versicherungen 2018 generierte Bruttowertschöpfung stehe dabei für 9,4 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes, heisst es dort weiter. Sie übersteige somit den Beitrag, den Bauwirtschaft und Detailhandel gemeinsam zum Schweizer Bruttoinlandprodukt beitragen.

Die Analysten weisen zudem auf den indirekten Wertschöpfungsbeitrag des Finanzsektors hin. Er entsteht über die Verflechtungen von Banken und Versicherungen mit Unternehmen aus anderen Wirtschaftszweigen sowie aus den Konsumausgaben der im Finanzsektor Angestellten. Unter Berücksichtigung dieser Effekte sei der Finanzsektor 2018 für die Bruttowertschöpfung von 83 Milliarden Franken verantwortlich gewesen, schreibt BAK Economics. Das von den Aktivitäten des Finanzsektors ausgelöste Steueraufkommen beziffern die Analysten für 2018 auf 17,6 Milliarden Franken. Damit sei im vergangenen Jahr etwa jeder achte Steuerfranken in Bund, Kantonen und Gemeinden direkt oder indirekt vom Finanzsektor generiert worden. hs

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