Schweizer Eliten tragen stark zur Wertschöpfung bei

19. Mai 2021 10:47

St.Gallen - Die Schweiz belegt im Elite Quality Index weltweit den zweiten Platz. Der Bericht untersucht, inwieweit Eliten zur Wertschöpfung eines Landes beitragen. Die Schweiz wird unter anderem für ihre Krisenresilienz, ihre internationale Ausrichtung und die direkte Demokratie gelobt.

Die Schweiz belegt im aktuellen Elite Quality Index den zweiten Platz weltweit. Der Index wird von Forschenden der Universität St.Gallen (HSG) in Zusammenarbeit mit einem internationalen Netzwerk erstellt. Er misst, inwieweit die Eliten Wertschöpfer oder Wertextraktoren eines Landes sind.

Im Bericht wird unter anderem die Fähigkeit der Schweiz gelobt, Krisen relativ gut zu überstehen. So ist das Land den Angaben zufolge schnell und ohne grosse Schäden durch die Finanzkrise von 2008 gekommen. Auch während der aktuellen Corona-Krise konnten die wirtschaftlichen Schäden dem Bericht zufolge in Grenzen gehalten werden. Dazu hätten unter anderem wirtschaftliche Unterstützungspakete beigetragen. Dass diese Massnahmen erfolgreich waren, ist laut dem Bericht ein Beweis dafür, dass das Vertrauen in politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger im Land hoch ist.

Laut einer Medienmitteilung der HSG zum Bericht schneidet die Schweiz auch dank ihrer starken internationalen Ausrichtung gut ab. Weiter habe die direkte Demokratie die Fähigkeit, einen grossen politischen Wert zu erzeugen. Im entsprechenden Indexbereich belegt die Schweiz den ersten Platz. Allerdings geschehe dies auf Kosten von Geschwindigkeit und Agilität.

Insgesamt zeigt der Index, dass die Schweizer Eliten „integrative, wertschöpfende Geschäftsmodelle aufgebaut haben und dies in einem Wettbewerbsumfeld, das von kreativer Zerstörung geprägt ist“, fasst die HSG zusammen. Diese Geschäftsmodelle würden die Grundlage für eine starke und schnelle Erholung sein.

Im Index wurden insgesamt 151 Staaten in Betracht gezogen. Den ersten Platz belegt Singapur. Grossbritannien schafft es auf Platz drei, die USA sind auf Platz fünf. Deutschland ist von Platz drei im Vorjahr auf Platz 15 zurückgefallen. ssp

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