Schweizer Crowdlending-Markt wächst

07. Mai 2019 11:25

Zug - Der Schweizer Crowdlending-Markt ist im Jahr 2018 um 40 Prozent gewachsen. Insgesamt wurden Kredite im Umfang von 262 Millionen Franken vermittelt. Der Grossteil der Kredite ist an KMU gegangen.

Im Jahr 2018 wurden über die 13 Crowdlending-Plattformen in der Schweiz Kredite im Umfang von 262 Millionen Franken vermittelt. Im Vorjahr waren es noch 187 Millionen Franken. Die Zahlen gehen aus einem neuen Bericht des Beratungsunternehmens PwC, dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern sowie der Swiss Marketplace Lending Association hervor.

Die Finanzierung von KMU machte laut der Studie einen grossen Anteil innerhalb des Crowdlendings aus. So wurden im vergangenen Jahr Kredite in der Höhe von insgesamt 134,4 Millionen Franken an KMU vermittelt. Die Kredite an Privatpersonen beliefen sich auf 57 Millionen Franken. Ein starkes Wachstum wurde im Bereich der hypothekarisch besicherten Kredite verzeichnet. Diese sind von 23,1 Millionen Franken im Jahr 2017 auf 70,5 Millionen Franken im Jahr 2018 angestiegen.

Auch professionelle Anleger wie Vermögensverwalter oder Family Offices sind vermehrt im Bereich Crowdlending aktiv. Ihr Anteil an den finanzierten Kreditvolumen bei den Schweizer Plattformen ist den Angaben zufolge leicht angestiegen. Die meisten von ihnen fokussieren dabei auf grosse Plattformen. In dieser Hinsicht sei es wichtig, dass Crowdlending-Plattformen eine kritische Grösse erreichten.

Als einen Risikofaktor sehen Crowdlending-Plattformen Reputationsrisiken durch potenzielles Fehlverhalten anderer Plattformen an. Dies sei kritisch für die ganze Branche.

Im internationalen Vergleich hat der Schweizer Crowdlending-Markt noch Aufholbedarf. Insbesondere im Vergleich mit Grossbritannien und den USA liegt  die Schweiz laut der Studie weiterhin zurück. ssp

Aktuelles im Firmenwiki