Schweizer Börse liegt über dem Trend

27. Juni 2018 14:25

Zürich - Die Schweiz blickt mit insgesamt vier Börsengängen auf ein starkes zweites Jahresquartal zurück. Weltweit ging der Markt sowohl nach Anzahl der Börsengänge als auch nach Emissionsvolumen betrachtet im Jahresvergleich zurück.

„Eine gestiegene Volatilität, wachsende politische Risiken und die neue US-Handelspolitik haben im zweiten Quartal 2018 Spuren auf dem weltweiten Markt für Börsengänge hinterlassen“, erläutert EY in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die Zahl der Börsengänge um 26 Prozent auf 325 ab. Das Emissionsvolumen verringerte sich gleichzeitig um 19 Prozent auf 45 Milliarden Dollar. 

Die Schweiz hingegen kann ein starkes zweites Jahresquartal vorweisen. An der SIX wurden von April bis Juni gleich vier neue Gesellschaften kotiert, die allesamt aus dem Inland stammen. Den Anfang machte am 4. Mai Ceva Logistics. Der Börsengang spielte mit 1,2 Milliarden Franken das europaweit zweithöchste Emissionsvolumen im Berichtsquartal ein. Am 15. Mai folgte das Biopharma-Unternehmen Polyphor mit einem Emissionserlös von 155 Millionen Franken. Am 20. Juni konnte die Schweizer Börse Klingelnberg als Mitglied begrüssen. Der Börsengang spielte dem Maschinenbauunternehmen aus Zürich 241 Millionen Franken ein. Fünf Tage später resultierte der Wechsel des Luxusgüterunternehmens Lalique Group von der BX Swiss AG zur SIX in einem Emissionsvolumen von 306 Millionen Franken. 

Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten blieben die Perspektiven für Börsengänge „auch in Europa eigentlich insgesamt relativ gut“, wird Jolanda Dolente, Partner und IPO Leader bei EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Für ganz grosse Transaktionen ist die Luft allerdings dünner geworden.“ hs 

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