Schweizer bevorzugen Online-Zahlung mit Smartphone

25. Februar 2022 13:38

Winterthur/St.Gallen - Jede zweite Online-Zahlung wird in der Schweiz auf einem mobilem Gerät getätigt. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 29 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Swiss Payment Monitor von Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Universität St.Gallen hervor.

Beim Bezahlen von Waren und Dienstleistungen auf Distanz greift die Schweizer Bevölkerung immer häufiger zu einem Mobilgerät wie Smartphone, Tablet oder auch Smartwatch. 49 Prozent aller nicht direkt vor Ort im Laden oder Restaurant vorgenommenen Bezahlungen werden laut einer Medienmitteilung mobil erledigt. Vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei nur 29 Prozent. Das geht aus dem Swiss Payment Monitor hervor, den die School of Management and Law an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und die Universität St.Gallen erheben. Für die zum sechsten Mal durchgeführte Untersuchung wurden Ende vergangenen Jahres 1460 Personen repräsentativ für die ganze Schweiz befragt.

Das mobile Bezahlen umfasse einerseits Zahlungen direkt über das Bankkonto wie mit dem Bezahlsystem TWINT und zum anderen auch Bezahlen mit in Apps hinterlegten Kredit- oder Debitkarten wie zum Beispiel bei Apple Pay oder SBB Mobile, heisst es weiter.

„Das grosse Wachstum ist vor allem auf Zahlungen in Apps mit integrierter Bezahlfunktion wie beispielsweise SBB Mobile zurückzuführen. Diese machen mittlerweile mehr als die Hälfte der Anzahl mobiler Distanzkäufe aus“, wird ZHAW-Zahlungsmittelexperte Marcel Stadelmann zitiert. Am zweithäufigsten werde aus der Distanz per Rechnung bezahlt: zu 26 Prozent. Auch beim Gesamtumsatz aller Distanzkäufe habe sich das mobile Bezahlen im letzten Jahr knapp verdoppelt und liege mittlerweile bei rund einem Viertel.

Zudem nutzen laut dem Swiss Payment Monitor inzwischen rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung Neobanken im Internet. Kaum bekannt sei in der Bevölkerung das von Zentralbanken herausgegebene digitale Geld, über das in der Schweiz als „E-Franken“ diskutiert wird. gba

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