Schweiz verzeichnet mehr ausländische Direktinvestitionen

22. Juni 2020 13:44

Zürich - Die Investitionen ausländischer Direktinvestoren in der Schweiz sind 2019 sind stark gewachsen. Dies zeigt der Bericht „Standort Schweiz 2020“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY.

Europa hat sich im vergangenen Jahr als attraktiver Investitionsstandort behaupten können. Insgesamt zog der Kontinent 6412 Investitionsprojekte ausländischer Unternehmen an. Dabei zeigte die Schweiz mit 73 Projekten ein starkes Wachstum von 20 Prozent. Sie belegt damit in der europäischen Rangliste Platz 17. Dies geht aus dem Bericht „Standort Schweiz 2020 – Ausländische Direktinvestitionen in der Schweiz und Europa“ von EY hervor. 

Europaweit wurden 2019 die meisten ausländischen Investitionsprojekte von nordamerikanischen Unternehmen angekündigt. Deutsche Investoren waren erneut die zweitwichtigsten. Als bemerkenswert hebt eine Medienmitteilung den Anstieg chinesischer Investitionen hervor. Sie stiegen um 23 Prozent, während sie 2018 noch um 26 Prozent eingebrochen waren. Schweizer Unternehmen haben im vergangenen Jahr 12 Prozent weniger Investitionsprojekte angekündigt als 2018.

Schätzungen von EY zufolge seien trotz der Pandemie 65 Prozent der 2019 anvisierten Investitionsprojekte durch ausländische Investoren bereits ganz oder teilweise realisiert. Jedoch sei im laufenden Jahr pandemiebedingt mit einem Rückgang der Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen in Höhe von 35 bis 50 Prozent zu rechnen. Dieser Rückgang könne von Land zu Land sehr unterschiedlich ausfallen.

„Für die Länder Europas bedeutet dies, dass der Wettbewerb zwischen ihnen um Investitionen aus dem Ausland weiter zunehmen wird“, analysiert Fabian Denneborg, Partner und Head Mergers & Aquisitions von EY in der Schweiz. „Um erfolgreich zu sein, müssen sie bestmöglich auf die sich derzeit entwickelnden Herausforderungen der Corona-Pandemie vorbereitet sein. Dabei geht es unter anderem um die Neugestaltung von Lieferketten, die Einführung von innovativen Technologien sowie das Beschreiten von neuen Wegen in der Bearbeitung der Kunden.“ mm

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