Schweiz verpflichtet sich zu neuen Massnahmen beim Klimaschutz

In seiner Sitzung vom 10. Oktober hat der Bundesrat eine Änderung des sogenannten Montrealer Protokolls genehmigt. In diesem werden auf internationaler Ebene die für die Ozonschicht der Erde schädlichsten Stoffe verboten, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Allerdings tragen auch die an ihrer Stelle beispielsweise in Kühlschränken oder Klimaanlagen eingesetzten teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW) stark zur Klimaerwärmung bei.

Bereits im Oktober 2016 hatten die Vertragspartner deshalb beschlossen, das Montrealer Protokoll um Regelungen für 18 HFKW zu erweitern. In der Neufassung werden die Industrieländer bis 2036 zum Abbau des Verbrauchs dieser HFKW auf 15 Prozent des ursprünglichen Niveaus verpflichtet. Für Entwicklungsländer muss diese Schwelle 2047 erreicht werden.

In der Schweiz soll das Reduktionsziel über eine regelmässige Anpassung der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) erreicht werden, informiert der Bundesrat in der Mitteilung. Schrittweise sollen Neuanlagen und Neugeräte mit HFKW eingeschränkt werden, „für welche es nach dem Stand der Technik bereits Alternativen gibt, zum Beispiel bestimmte Klimaanlagen oder Industriewärmepumpen“. hs