Schweiz verliert Spitzenplatz bei Privatvermögen

18. September 2019 12:22

Zürich - Die weltweiten Privatvermögen sind 2018 erstmals seit der Finanzkrise geschrumpft, wie der Global Wealth Report von Allianz zeigt. Die Schweiz hat ihren Spitzenplatz bei Nettogeldvermögen pro Kopf verloren. An erster Stelle stehen neu die USA.

Erstmals seit der Finanzkrise 2008 ist das Vermögen der Menschen weltweit gesunken. Dies zeigen die Berechnungen von Allianz. Laut dem Versicherungskonzern haben sich Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte um 0,1 Prozent auf 172,5 Billionen Euro verringert. Dies hänge in erster Linie mit dem Kurseinbruch an den Börsen zusammen. Weltweit gaben die Aktienkurse den Angaben zufolge um etwa 12 Prozent nach. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Ungewissheit im Zusammenhang mit dem Brexit trübten die Stimmung der Anleger.

Die Bruttogeldvermögen der Schweizer Haushalte schrumpfte 2018 zwar nur minimal um 0,1 Prozent. Damit verzeichnen Schweizer Haushalte aber den ersten Rückschlag seit der Finanzkrise. Als Folge fallender Vermögen und steigender Schulden sind die Netto-Geldvermögen 2018 in der Schweiz um 1,5 Prozent gesunken.

Mit einem Nettogeldvermögen von 173.840 Euro pro Kopf hat die Schweiz ihren Spitzenplatz unter den reichsten Ländern der Welt verloren und kommt nur noch auf Platz zwei. Auf dem ersten Platz stehen neu die USA, wo das Nettogeldvermögen pro Kopf 184.410 Euro beträgt. In der Rangliste haben unter anderem Singapur  (+13 Plätze) und Taiwan (+ 10 Plätze) stark aufgeholt. Verlierer sind vor allem europäische Länder wie Italien (-10 Plätze) oder Grossbritannien (-7 Plätze).

Allianz hebt ausserdem hervor, dass 2018 entgegen dem bisherigen Trend auch das Bruttovermögen in Schwellenländern zurückgegangen ist – sogar starker als in den reichen Ländern. ssp

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