Schweiz unterzeichnet humanitäre Klima- und Umweltcharta

18. Oktober 2021 12:30

Bern - Die Schweiz hat als erstes Geberland die Klima- und Umweltcharta für humanitäre Organisationen signiert. Sie wurde vom Internationalen Roten Kreuz und dem Roten Halbmond ins Leben gerufen und soll das humanitäre System nachhaltiger und klimafreundlicher gestalten.

Die Schweiz unterstützt die Klima- und Umweltcharta für humanitäre Organisationen. Dementsprechend hat sie Bundesrat Ignazio Cassis laut einer Medienmitteilung jetzt unterzeichnet. Damit ist die Schweiz das erste Geberland, das diese Charta signiert. Damit setze die Schweiz laut Cassis „ein Zeichen für eine nachhaltigere und klimafreundlichere humanitäre Hilfe“. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, sehe die Strategie der internationalen Zusammenarbeit bis 2024 eine Aufstockung der diesbezüglichen Mittel von 300 auf 400 Millionen Franken vor.

Die Charta ist das Resultat eines breit angelegten Konsultationsprozesses im gesamten humanitären Sektor. Durchgeführt wurde er unter der Leitung des Internationalen Kommitees vom Roten Kreuz (IKRK) und der Internationalen Förderung der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften.

Wie das IKRK mitteilte, enthält die Charta sieben vorrangige Verpflichtungen. An erster Stelle stehe jene, die humanitäre Hilfe auszuweiten. An zweiter Stelle folge die Verpflichtung, die ökologische Nachhaltigkeit der humanitären Programme und Einsätze zu optimieren. Dazu müssten lokale Akteure mit einbezogen werden. Zudem sollen Klima- und Umweltrisiken bis 2025 in alle Programme mit einbezogen werden. mm

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