Schweiz und Südafrika forschen intensiver zusammen

28. August 2020 12:50

Bern - Die Schweiz und Südafrika haben ein Abkommen über eine direkte Zusammenarbeit der nationalen Agenturen für die Forschungsförderung ihrer beiden Länder unterzeichnet. Es soll die Zusammenarbeit von Forschern der Partnerländer vereinfachen.

Bereits 2007 haben die Schweiz und Südafrika ein bilaterales Abkommen über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit unterzeichnet, informiert das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) in einer Mitteilung. Auf seiner Basis war 2008 ein bilaterales Forschungsprogramm lanciert worden, das sich unter anderem die direkte Zusammenarbeit zwischen den beiden Forschungsförderungsagenturen der Partnerländer zum Ziel gesetzt hatte. Ein entsprechendes Lead-Agency-Abkommen zwischen dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der südafrikanischen National Research Fondation (NRF) ist vor kurzem unterzeichnet worden.

Die Wissenschaftsminister der beiden Partnerländer, Guy Parmelin und Blade Nzimande, hätten dieses Abkommen im Rahmen einer Videokonferenz am Donnerstag „als entscheidenden Meilenstein in den wissenschaftlichen Beziehungen begrüsst“, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Ihr zufolge stellt das Abkommen für den SNF „eine Premiere mit einem Land ausserhalb Europas“ dar, während es für Südafrika überhaupt das erste Abkommen dieser Art ist. „Damit eröffnet sich eine neue, wichtige Phase der bilateralen Wissenschaftskooperation“, schreibt das WBF.

Im Rahmen des bilateralen Forschungsprogramms hatten SNF und NRF bisher insgesamt 37 Forschungsprojekte finanziert, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Über das neue Abkommen reicht es zukünftig, dass Forscher der beiden Partnerländer gemeinsame Projektgesuche bei nur einer der beiden Agenturen einreichen. hs

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki