Schweiz und Grossbritannien normalisieren Börsenhandel

28. Januar 2021 13:34

Bern - Grossbritannien und die Schweiz dürften ihre Börsen bald wieder gegenseitig anerkennen. Dies teilt der Bund nach einer virtuellen Konferenz der jeweiligen Finanzminister mit. Die Beziehungen der beiden Länder im Finanzbereich sollen auch insgesamt vertieft werden.

Die Finanzminister der Schweiz und von Grossbritannien – Ueli Maurer und Rishi Sunak – haben sich am Mittwoch im Rahmen einer virtuellen Konferenz ausgetauscht. Einer Mitteilung des Bundes zufolge, prüft das britische Parlament derzeit eine Regelung, die den Schweizer Börsen Gleichwertigkeit einräumen würde. Der Bund geht davon aus, dass die Regulierung angenommen wird und bereits am 3. Februar in Kraft treten könnte. Danach werde die Schweiz das Handelsverbot für Schweizer Aktien in Grossbritannien aufheben.

Die Schweiz und die EU erkennen ihre gegenseitigen Börsen seit Mitte 2019 nicht mehr an. So können keine Aktien aus der EU an Schweizer Börsen gehandelt werden und auch die Schweiz verbietet den Handel von Schweizer Aktien in der EU. Weil die Brexit-Übergangsphase Ende 2020 ausgelaufen ist, ist Grossbritannien nicht mehr von dieser Regelung betroffen. Die beiden Länder wollen sich im Finanzbereich annähern, wie der Bund in der Mitteilung betont. Bereits im Sommer haben die Schweiz und Grossbritannien in einer gemeinsamen Erklärung ihre Absicht zu einem Finanzdienstleistungsabkommen bekundet. Damit soll der grenzüberschreitende Marktzugang für eine breite Palette an Finanzdienstleistungen ermöglicht werden. Am Mittwoch zogen die beiden Finanzminister auch in dieser Hinsicht eine positive Zwischenbilanz. ssp

 

 

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