Schweiz und Ghana lancieren erstes gemeinsames Klimaschutzprojekt

14. November 2022 15:15

Bern - Die Schweiz und Ghana haben ein Projekt vereinbart, das klimafreundliche Methoden im Reisanbau fördert. Dabei sollen bis 2030 rund 1 Million Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden. Die Bundesverwaltung wird sich dies als Kompensation von Emissionen anrechnen lassen.

Die Schweiz und Ghana gehen ein erstes Klimaschutzprojekt im Rahmen eines von den beiden Ländern vereinbarten Abkommens zum Klimaschutz an, informiert das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in einer Mitteilung. Das laut dieser weltweit erste ausländische Klimaschutzprojekt unter dem Pariser Übereinkommen wird klimafreundliche Methoden für den Reisanbau fördern. Konkret soll bis 2030 der Ausstoss von Methan im Umfang von über 1 Million Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden. 

Die eingesparten Emissionen will sich der Bund als Kompensation für den eigenen Ausstoss von Treibhausgasen anrechnen lassen. Im Klimapaket Bundesverwaltung habe sich die Bundesverwaltung dazu verpflichtet, ihre Emissionen im Inland bis 2030 auf die Hälfte des Werts von 2066 zu senken, erläutert das BAFU. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport muss seine Emissionen gleichzeitig um mindestens 40 Prozent im Vergleich zu 2001 senken. Die verbleibenden Emissionen sollen durch Klimaschutzprogramme wie das nun mit Ghana vereinbarte kompensiert werden. 

Die Programme zur ausländischen Kompensation inländischer Emissionen müssen den hohen Ansprüchen des Pariser Übereinkommens genügen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Dazu gehört auch die Anwendung einer Methode, mit der die doppelte Zählung der Emissionen verhindert wird. Im aktuellen Projekt profitiere Ghana auch nach 2030 von der Stärkung der Versorgung mit Nahrungsmitteln, die das Klima weniger belasten, schreibt das BAFU. hs

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