Schweiz und Deutschland wollen sich bei Energie unterstützen

23. Mai 2022 13:16

Davos - Die Schweiz und Deutschland wollen sich bei etwaigen Engpässen in der Energieversorgung gegenseitig unterstützen. Dazu wollen sie ein Solidaritätsabkommen aushandeln, wie Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Bundesrat Guy Parmelin bei einem Treffen in Davos mit dem deutschen Vizekanzler Robert Habeck vereinbart haben.

Die Schweiz und Deutschland haben beschlossen, Verhandlungen für ein Solidaritätsabkommen aufzunehmen. Dessen Ziel ist es, sich bei Energieengpässen im Zuge der Umstellung von Gasimporten aus Russland auf andere Quellen gegenseitig zu unterstützen. Das haben Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Bundesrat Guy Parmelin laut einer Medienmitteilung mit dem deutschen Vizekanzler Robert Habeck im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos besprochen haben.

Sie folgen damit dem Beispiel anderer EU-Länder, die ebenfalls begonnen haben, „untereinander Abkommen zur gegenseitigen Unterstützung zu prüfen und abzuschliessen". Energieengpässe könnten auftreten, weil beide Länder Massnahmen getroffen haben, um ihre Abhängigkeit von Erdgaslieferungen aus Russland zu verringern und die nötigen Gasreserven anzulegen.

Auch haben beide Länder Massnahmen in Form eines Rettungsschirmes in der Schweiz und eines Schutzschildes in Deutschland für eine sichere Stromversorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft getroffen. Dafür sind stabile Netze nötig sowie eine „entsprechend enge Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern sowie innerhalb Europas“, heisst es in der Medienmitteilung.

Bei der Netzstabilität könnte die Schweiz eine wichtige Rolle in Europa übernehmen, betonte Bundesrätin Sommaruga, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), den Angaben zufolge in dem Gespräch. ko

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