Schweiz und Deutschland stärken Schienengüterverkehr

23. Mai 2019 14:06

Leipzig - Die Schweiz und Deutschland wollen die Nutzung der NEAT für den Güterverkehr erleichtern. Dazu sind unter anderem kleinere Ausbauten auf der deutschen Seite geplant. Bundesrätin Sommaruga und ihr deutscher Kollege Scheuer haben eine entsprechende Ministererklärung unterzeichnet.

Die Schweizer Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der deutsche Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer haben am Rande des Weltverkehrsforums (ITF) in Leipzig eine Ministererklärung zu den Zulaufstrecken der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) unterzeichnet. Die Vereinbarung bezweckt, mehr Kapazitäten für den Schienengüterverkehr zu schaffen, bis die Rheintalstrecke zwischen Basel und Karlsruhe auf vier Spuren ausgebaut ist. Laut einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation umfasst der Massnahmenkatalog zum einen kleinere Ausbauten der Infrastruktur, zum anderen Verbesserungen bei der Abwicklung des Güterverkehrs. Hierzu gehört der Wechsel des Lokpersonals.

„Dank der in der Ministererklärung verankerten Massnahmen können wir für den Güterverkehr genug Kapazitäten schaffen. Wir stärken so die Verlagerungspolitik der Schweiz“, erklärte Bundesrätin Sommaruga bei der Unterzeichnung. Der deutsche Verkehrsminister Scheuer betonte: „Jeder Transport, der nicht auf der Strasse stattfindet, sondern auf der Schiene, spart CO2. Um den Güterverkehr noch attraktiver, sauberer und klimafreundlicher zu machen, arbeiten wir eng zusammen mit unseren europäischen Partnern. Besonders die Neue Eisenbahn-Alpentransversale spielt eine zentrale Rolle.“

Weitere Treffen der Bahn-Korridorländer hatten den Schienenverkehr zum Gegenstand. Die Verantwortlichen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, der Niederlande und der Schweiz erörterten gemeinsam mit der EU-Kommission, wie Qualität und Pünktlichkeit des Schienengüterverkehrs erhöht werden können. Beteiligt an den Gesprächen waren auch Bahngesellschaften und Infrastrukturbetreiber. Dabei wird an den Voraussetzungen gearbeitet, Güterzüge auf den Nord-Süd-Korridoren durchgehend mit einheitlichen Zuglängen, Zugsicherungssystemen und Lokomotiven verkehren zu lassen. Auf europäischer Ebene laufen zudem Arbeiten für einheitliche Rollmaterialzulassungen.  eb

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