Schweiz und China vertiefen Zusammenarbeit

14. Dezember 2021 13:56

Bern - Die Schweiz und China haben einen Fahrplan zur intensiveren Kooperation in Arbeits- und Beschäftigungsfragen unterzeichnet. Ausserdem diskutierten beide Delegationen die Digitalisierung in der Arbeitswelt. Auch Menschenrechtsfragen kamen zur Sprache.

Die Schweiz und China haben einen Fahrplan zur Vertiefung der Zusammenarbeit in Arbeits- und Beschäftigungsfragen unterzeichnet. Die Übereinkunft bezieht sich einer Medienmitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zufolge vor allem auf die Förderung der Sozialpartnerschaft, auf mehr und bessere Arbeitsplätze im Rahmen der Digitalisierung der Arbeitswelt und auf die Erholung von der Corona-Pandemie. Laut SECO stellt die Unterzeichnung „einen Meilenstein in der langjährigen Zusammenarbeit dar“. Sie basiere auf einer Absichtserklärung von 2011.

Der Austausch zwischen den beiden tripartiten Delegationen fand per Videokonferenz statt. Die Schweizer Delegation wurde von Boris Zürcher, dem Leiter der Direktion für Arbeit, angeführt, die chinesische durch Generaldirektor Hao Bin vom Ministerium für Humanressourcen und soziale Sicherheit.

Die Schweiz habe ihre Besorgnis über willkürliche Internierungen und Zwangsarbeit in Xinjiang ausgedrückt. Sie habe China dazu aufgefordert, als Mitgliedsstaat der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) die grundlegenden Prinzipien und Rechte der Arbeitenden zu respektieren und die beiden Kernübereinkommen der IAO zur Zwangsarbeit zu ratifizieren. Die Vertreter der Schweizer Sozialpartner hätten diese Forderung unterstützt und ihre Bedenken geteilt. mm

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