Schweiz tritt Forum für nachhaltige Finanzen bei

04. März 2020 12:59

Bern - Die Schweiz ist der Internationalen Plattform für ein nachhaltiges Finanzwesen beigetreten. Deren Ziel ist unter anderem, mehr Privatkapital in ökologisch nachhaltige Projekte fliessen zu lassen.

Die Mitglieder der Internationalen Plattform für ein nachhaltiges Finanzwesen (International Platform on Sustainable Finance, IPSF) haben dem Aufnahmeantrag der Schweiz zugestimmt. Das hat das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Mittwoch in einer Medienmitteilung bekanntgegeben. 

Dieses multilaterale Forum strebt eine engere internationale Koordination und einen vertieften Austausch für ein ökologisch nachhaltiges Finanzwesen an. Zudem will die IPSF private Investitionen in ökologische Projekte fördern. Die IPSF ist Teil der internationalen Anstrengungen zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens. Sie wurde auf Initiative der Europäischen Kommission im Oktober 2019 bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds lanciert.

Neben der Europäischen Union haben sich der IPSF bisher Argentinien, Chile, China, Indien, Kanada, Kenia und Marokko angeschlossen. Auch internationale Organisationen wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) oder das Bündnis von Finanzministern für Klimaschutz sind als Beobachter dabei. Diesem Bündnis ist die Schweiz im vergangenen Oktober ebenfalls beigetreten.

In der Medienmitteilung heisst es, dass die Zielsetzungen dieser Plattform gemäss Bundesrat im Einklang mit den Grundsätzen der Schweizer Klimapolitik stünden. Die Mitwirkung werde eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit gewichtigen internationalen Partnern ermöglichen. Zudem diene sie dem politischen Ziel der Schweiz, ein nachhaltiges Finanzwesen zu etablieren. Aus der Teilnahme resultierten keine zusätzlichen politischen oder finanziellen Verpflichtungen für das Land. mm

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