Schweiz Tourismus fordert offene Läden auch am Sonntag

04. September 2020 12:20

Zürich - Die Pandemie hat zu hohen Einbussen in der Tourismusbranche geführt. Insbesondere der Städtetourismus müsse mit drastischen Massnahmen gestützt werden, meint Schweiz Tourismus. Die nationale Tourismus-Marketingorganisation fordert, die Läden der Innenstädte auch am Sonntag zu öffnen.

Mit der Wiederaufnahme des touristischen Betriebs seien deutlich mehr Gäste aus den Nachbarländern in die Schweiz gekommen als ursprünglich erwartet, schreibt Schweiz Tourismus in einer Mitteilung. Trotzdem hätten die Grossstädte hohe Einbussen hinnehmen müssen und auch der Bergtourismus habe in dieser Saison keine schwarzen Zahlen geschrieben, heisst es dort weiter.

Die nationale Tourismus-Marketingorganisation führt diese Entwicklungen insbesondere auf das Ausbleiben von Übersee- und Geschäftstouristen zurück. Diese Lücke hätte auch durch die gestiegenen einheimischen Gästezahlen vor allem in den Bergregionen nicht gefüllt werden können.

Schweiz Tourismus habe „die  Notwendigkeit, jetzt nicht nur für Schweiz-Ferien zu inspirieren, sondern auch rasch und massiv Buchungen auszulösen“, früh erkannt, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Organisation steuert mit Kampagnen im Angebotsmarketing gegen, bei denen auch zu ungewöhnlichen Massnahmen gegriffen wird. In Deutschland zum Beispiel konnte in einem Wettbewerb ein Ferienpaket inklusive Vertretung an der Arbeitsstelle gewonnen werden.

„Angesichts der existenziellen Krise im Städtetourismus“ seien Marketinginstrumente alleine jedoch unzureichend, argumentiert Schweiz Tourismus. „Unsere Gäste wollen lebendige Innenstädte erleben“, wird Direktor Marin Nydegger dort zitiert. Daher müsse „das gemütliche Stadterlebnis ,Lädele‘“ auch am Sonntag möglich sein, sonst sehe er „schwarz für die Stadthotels“. hs

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