Schweiz stellt die Weichen für Klimaneutralität

28. Januar 2021 12:43

Bern - Die Schweiz muss bis 2050 eine Netto-Null beim Ausstoss von Treibhausgasen schreiben. Der Bundesrat hat nun die dafür notwendige Langfristige Klimastrategie der Schweiz verabschiedet. Hier werden Leitlinien für die Klimapolitik definiert.

Die Schweiz hat sich bereits 2019 verpflichtet, bis 2050 nur soviel Treibhausgase zu verursachen, wie natürliche und technische Speicher aufnehmen können, erläutert der Bundesrat in einer Mitteilung. In seiner Sitzung vom 27. Januar hat der Bundesrat die dafür erforderliche Langfristige Klimastrategie der Schweiz verabschiedet. In ihr werden Leitlinien für die Klimapolitik und strategische Zielsetzungen für die einzelnen Sektoren vorgegeben.

Das neue Gesetz soll es ermöglichen, die Emission von Treibhausgasen bis 2030 zu halbieren. Zudem werde aufgezeigt, welche wahrscheinlich schwer vermeidbaren Emissionen bis 2050 durch CO2-Abscheidungs- und -Einlagerungstechnologien (CCS) sowie Negativemissionstechnologien (NET) neutralisiert werden müssen, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge kann das Netto-Null-Ziel mit der Umsetzung der Strategie erreicht werden. Dabei weist der Bundesrat auf die gute Ausgangslage der Schweiz „als innovations- und finanzstarkes Land mit fast CO2-freier inländischer Stromproduktion“ hin.

Die Schweiz sei als Alpenland ganz besonders vom Klimawandel bedroht, führt der Bundesrat in der Mitteilung weiter aus. Die Kosten eines ungebremsten Klimawandels würden somit die Kosten von Massnahmen für den Klimaschutz „bei weitem“ übersteigen. Als „zentrale Voraussetzung“ für die Umsetzung der Strategie wird in der Mitteilung das revidierte CO2-Gesetz bezeichnet. Hier ist die Bevölkerung aufgerufen zu entscheiden, da gegen das Gesetz Mitte Januar ein Referendum zustande gekommen war. hs

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