Schweiz steht bei ERC-Grants an sechster Stelle in Europa

10. Dezember 2020 12:29

Brüssel - Schweizer Forschende haben 2020 insgesamt 21 Förderbeiträge des Europäischen Forschungsrates – sogenannte ERC-Grants – erhalten. Damit steht die Schweiz an sechster Stelle unter den 23 Ländern, die solche Beiträge erhalten haben. Insgesamt wurden 327 Beiträge vergeben.

Die Schweiz profitiert auch in diesem Jahr von ihrer Teilnahme an der EU-Forschungszusammenarbeit. Von den 327 Förderbeiträgen, die der Europäische Forschungsrat (ERC) dieses Jahr an Forschende in Europa vergeben hat, gingen laut einer ERC-Mitteilung 21 in die Schweiz. 

Damit steht die Schweiz an sechster Stelle hinter Deutschland und Grossbritannien, die je 50 Beiträge erhalten haben, Frankreich mit 34 Beiträgen, den Niederlanden mit 29 Beiträgen und Spanien mit 22 Beiträgen. Hinter der Schweiz folgen Österreich mit 18 sowie Irland und Italien mit je 17 Beiträgen. Insgesamt hat der Forschungsrat 655 Millionen Euro im Rahmen dieser Förderungsbeiträge gesprochen.

Von den 21 Beiträgen an Forschende in der Schweiz gingen elf in den Bereich Naturwissenschaften und Ingenieurwesen, sieben in den Bereich Life Sciences und drei in die Sozialwissenschaften. Der übergrosse Teil der Beiträge ging an EU-Bürger, die in der Schweiz forschen. Unter den 327 Empfängern waren insgesamt neun Schweizer, darunter vier Frauen. 

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) erhält sieben Förderbeiträge des Forschungsrates. Detlef Günther, Vizepräsident Forschung der ETH, verweist darauf, dass seine Hochschule immer wieder gut bei den ERC-Vergaben dasteht. Das sei aber keine Selbstverständlichkeit. „Wir sind darauf angewiesen, dass wir weiterhin am Europäischen Forschungsrahmenprogramm teilnehmen dürfen, damit wir auf diesem hohen Niveau Forschung betreiben können“, wird er in einer ETH-Mitteilung zitiert.

2019 hatten insgesamt 22 Forschende in der Schweiz solche Beiträge des Forschungsrates erhalten, zeigt eine ERC-Statistik. stk

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