Schweiz soll sich auf Strom- und Gasmangel vorbereiten

19. August 2021 11:55

Bern - Der Bund will für einen allfälligen Strom- und Gasmangel vorbereitet sein. Swissgrid soll dafür ein Monitoringsystem betreiben, das aufzeigt, wie lange die Schweiz ohne Stromimporte auskommen würde. Im Gassektor soll eine Organisation für den Krisenfall aufgebaut werden.

Der Bundesrat will die Schweiz besser auf eine allfällige Mangellage in der Strom- oder in der Gasversorgung vorbereiten. Dazu sollen nun neue Instrumente ins Leben gerunfen werden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

Im Stromsektor steht dabei das Monitoring der Versorgungslage im Vordergrund. Die nationale Netzgesellschaft Swissgrid soll mit dem Betrieb eines Monitoringsystems beauftragt werden. Dieses soll aufzeigen, wie lange die Schweiz die Stromversorgung ohne Stromimporte sicherstellen könnte.

Das Monitoring erlaube dem Fachbereich Energie der wirtschaftlichen Landesversorgung (WL), allfällige Versorgungsstörungen frühzeitig zu erkennen. So könnten rasch geeignete Massnahmen getroffen werden. Als mögliche Massnahmen werden beispielsweise Sparappelle über Verbrauchseinschränkungen, Kontingentierungen und auch Netzabschaltungen angegeben.

Im Gassektor soll derweil eine Institution für den Krisenfall aufgebaut werden. Für den Strombereich gibt es eine solche bereits, nämlich die Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen (OSTRAL). Jene für den Gassektor soll beim Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) angesiedelt werden.

Die Kosten für die neuen Strukturen werden vom Bund übernommen, die jährlich wiederkehrenden Kosten sollen als Netzkosten geltend gemacht werden.

Die vom Bund vorgeschlagenen Massnahmen wurden am Mittwoch in die Vernehmlassung geschickt. ssp

Mehr zu Energie

Aktuelles im Firmenwiki