Schweiz profitiert von Personenfreizügigkeit

03. September 2020 11:27

Zürich - Die Schweiz profitiert substanziell von der Personenfreizügigkeit mit der EU. Dies stellt Avenir Suisse in einer aktuellen Studie fest. Dort unterzieht die Denkfabrik zehn häufig gestellte Fragen einem Faktencheck.

Eine neue Studie von Avenir Suisse ist der Diskussion um die Frage gewidmet, ob die Schweiz die Personenfreizügigkeit mit der EU beenden und die Zuwanderung ins eigene Land wieder selbstständig kontrollieren sollte. Dabei unterziehen die Autoren, darunter der Direktor der Denkfabrik, Peter Grünenfelder, „zehn häufig gestellte Fragen einem ökonomischen Faktencheck“, erläutert Avenir Suisse in einer Mitteilung zur Studie.

Dabei werden die Fragen, ob die Personenfreizügigkeit (PFZ) zu einer Masseneinwanderung, zu Lohndumping oder einem niedrigeren Qualifikationsniveau von Arbeitskräften und Schulen führe ebenso mit nein beantwortet, wie die Fragen nach steigenden Wohnkosten oder einem Anstieg der Kriminalität durch die PFZ. Den Studienautoren zufolge hat die PFZ den Wohlstand der Schweiz und die Einnahmen der Sozialversicherungen positiv beeinflusst. Zudem leisteten PFZ-Migranten einen substanziellen Beitrag zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie in der Schweiz, heisst es in der Mitteilung.

Bei der Frage nach dem Verlust von Souveränität durch die PFZ geben die Analysten von Avenir Suisse zu bedenken, dass sich dieser Begriff „im Laufe der Geschichte stets gewandelt“ habe. Den Studienautoren zufolge bedeutet Souveränität „in einer verflochtenen Welt auch Mitwirkung auf internationaler Ebene“. 

Ein umfassendes Freihandelsabkommen wäre nach Ansicht der Denkfabrik „kein gleichwertiger Ersatz für die Bilateralen, denn der reine Marktzugang ist weniger attraktiv für Schweizer Unternehmen als die umfassende Einbindung in den EU-Binnenmarkt“. Unterm Strich kommt die Studie zu dem Schluss, „dass die Schweiz klar von der Personenfreizügigkeit profitiert“. hs

Mehr zu Internationale Beziehungen

Aktuelles im Firmenwiki