Schweiz liegt beim Klimaschutz weltweit auf Rang 3

09. Juni 2020 10:34

New Haven/New York - Beim Umweltleistungsindex 2020 der amerikanischen Universitäten Yale und Columbia nimmt die Schweiz weltweit den dritten Platz ein. Diese Rangliste entsteht auf Basis verschiedener Kriterien der ökologischen Nachhaltigkeit.

Die weltweit wichtigste Analyse von Umweltleistungen der Nationen, der Environmental Perfomance Index (EPI), führt die Schweiz 2020 auf Platz drei. Dänemark liegt auf Platz 1, gefolgt von Luxemburg. Dieser alle zwei Jahre von den Universitäten Yale und Columbia erstellte Bericht bewertet 180 Länder anhand von 32 Leistungsindikatoren in elf Themenbereichen.

Es habe sich gezeigt, dass „gute Regierungsführung mehr als jeder andere Faktor Nationen voneinander unterscheidet, die sich erfolgreich in Richtung einer nachhaltigen Zukunft bewegen, und die dies nicht tun“, wird einer der Hauptautoren, Alex de Sherbinin, in einer Medienmitteilung zitiert. Wie es dort heisst, zeige die vorliegende Analyse, dass eine positive Umweltleistung darüber hinaus auch eine starke Rechtsstaatlichkeit, ein lebendiges öffentliches Engagement, unabhängige Medien und gut ausgearbeitete Vorschriften benötige.

Der Index „kann die globale Kapazität für datenbasierte umweltpolitische Entscheidungen vertiefen. So können Vorreiter und Nachzügler auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit benannt werden. Dies wiederum wird dazu beitragen, die besten Politikstrategien zu identifizieren“, so Projektchef Zach Wendling.

Der EPI 2020 zeige aber auch, dass der globale Fortschritt beim Klimawandel zum Stillstand gekommen ist: „Fundamentale Aspekte im Kampf gegen den Klimawandel tendierten in die falsche Richtung.“ So sind etwa die EPI-Klimawandelwerte für Portugal, Deutschland und Belgien zurückgegangen. Doch reduziere kein einziges Land seinen CO2-Ausstoss schnell genug, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Italien und Portugal erhalten die niedrigsten Werte für Umwelt und Gesundheit in Westeuropa. Kroatien, Malta und Finnland haben hingegen den Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme erheblich verbessert.

„Dänemark macht einen hervorragenden Job, doch sind sie leider nur ein klitzekleiner Teil der CO2- und Treibhausgasemissionen“, gibt Wendling in einem Artikel des „Guardian“ zu bedenken. Laut EPI 2020 tragen die USA (Rang 24) nach China (Rang 120) am zweitmeisten zur Klimakrise bei. Zwar sei China immer noch ein grosser Verschmutzer, doch habe das Land „einen viel dramatischeren Fortschritt gemacht als andere Länder“, so Dan Esty von der Universität Yale in diesem Artikel. mm

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