Schweiz ist weiter Teil der G20-Finanzberatungen

12. Juli 2021 11:41

Bern/Venedig - Bundesrat Ueli Maurer hat beim Treffen der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs in Venedig die Interessen der Schweiz vertreten. Er forderte, dass bei der geplanten internationalen Steuerreform die Anliegen kleinerer, innovativer Länder berücksichtigt werden.

Bundesrat Ueli Maurer hat mit Nationalbankpräsident Thomas Jordan am Wochenende am dritten Treffen der Finanzminister und Notenbanker der G20-Staaten unter italienischer Präsidentschaft in Venedig teilgenommen. Auf Einladung Italiens ist die Schweiz erneut an sämtlichen Arbeiten des sogenannten Finance Track der G20 beteiligt. Dies schliesse die Teilnahme an Arbeitsgruppen sowie an Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs und deren Stellvertreter ein, heisst es in einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Finanzdepartements.

Die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vor zwei Wochen publizierten Eckwerte zur Besteuerung der digitalisierten Wirtschaft seien von der Versammlung begrüsst worden. Das Inclusive Framework der OECD werde bis zum nächsten Treffen der G20-Finanzminister im Oktober einen Bericht über die Umsetzung dieser internationalen Unternehmensbesteuerung erarbeiten. Davon erwarteten sich die Beteiligten konkrete Details. Maurer habe in Venedig deutlich gemacht, dass bei der geplanten globalen Besteuerung von Grosskonzernen die Interessen kleinerer, innovativer Staaten berücksichtigt werden müssten.

Zudem habe Maurer bei dem Treffen auch auf die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Finanzsystemen hingewiesen. Diese sollten besser dargelegt werden, um Risiken effektiv angehen zu können. Zudem habe er die Rolle des Finanzsektors bei der Erreichung von Klimazielen betont.

Neben der Herausforderung der Finanzmärkte durch den Klimawandel und der Eckpunkte für die internationale Steuerreform war die ungleichmässige wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie eines der Hauptthemen. Wie Maurer betont habe, sei eine langfristig tragfähige wirtschaftspolitische Perspektive von Bedeutung. Nebst Liquiditätshilfen seien auch solide Wirtschaftspolitik und Strukturreformen vonnöten. mm

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