Schweiz hat Aufholbedarf bei E-Government

24. September 2020 13:34

Brüssel - Die Schweiz hat sich im E-Government seit dem Vorjahr verbessert. Sie liegt aber im europäischen Vergleich weiterhin nur im Mittelfeld. Dies zeigt der neue E-Government Benchmark der EU-Kommission.

Die EU-Kommission hat ihren neuen E-Government Benchmark veröffentlicht. Dieser untersucht, inwiefern EU-Länder sowie weitere europäische Länder, wie etwa die Schweiz Norwegen, Serbien und die Türkei, bei E-Government-Dienstleistungen abschneiden.

Im Bericht werden vier Hauptkategorien in Betracht gezogen. Diese sind Nutzerzentriertheit, Transparenz, grenzüberschreitende Mobilität und Schlüsselfaktoren. Die Kategorie Nutzerzentriertheit misst, inwiefern ein Dienst online zur Verfügung gestellt wird und wie leicht er nutzbar ist. Transparenz bezieht sich vor allem auf die verarbeiteten personenbezogenen Daten. Die Kategorie grenzüberschreitende Mobilität fokussiert sich auf die Nutzbarkeit öffentlicher Dienste aus einem anderen europäischen Land. Schlüsselfaktoren geben an, inwiefern technische und organisatorische Voraussetzungen für die Bereitstellung der Dienstleistungen gegeben sind.

Die Schweiz konnte zwar im Vergleich zum letzten Bericht um sieben Bewertungspunkte zulegen. Mit ihrer Gesamtpunktzahl liegt sie aber weiterhin nur im europäischen Mittelfeld. Am besten schneidet Malta ab, gefolgt von Estland, Österreich und Lettland.

Die beste Bewertung erreicht die Schweiz mit 83 Prozent in der Kategorie Nutzerzentriertheit. Bei der grenzüberschreitenden Mobilität erreicht sie bei Unternehmen 76 Prozent und bei Bürgern 44 Prozent. Im Bereich Transparenz kommt sie allerdings nur auf 45 Prozent, bei den Schlüsselfaktoren nur auf 36 Prozent. In letzteren beiden Kategorien liegt sie damit weit unter dem EU-Durchschnitt. ssp

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