Schweiz fördert Innovationen bei Künstlicher Intelligenz

16. September 2022 13:08

Bern - Die Schweiz wirkt bei der Schaffung eines europäischen Rechtsrahmens für Künstliche Intelligenz mit. Dabei wird sie sich für die Förderung von Innovation und den gleichzeitigen Schutz von Daten und Menschenrechten einsetzen, wie der Bund beschlossen hat.

Die Schweiz unterstützt den Europarat bei der Ausgestaltung eines Rechtsrahmens für Künstliche Intelligenz (KI). Die Verhandlungen über die Inhalte sollen an einer Sitzung vom 21. bis 23. September 2022 aufgenommen werden. Der Bundesrat hat am 16. September nun auch das Verhandlungsmandat der Schweizer Delegation beschlossen.

Laut einer Mitteilung wird sich die Schweiz dafür einsetzen, dass die negativen Auswirkungen von KI-Anwendungen reguliert werden und nicht die Technologie selbst. Insgesamt sollen Innovation gefördert und gleichzeitig Daten und Menschenrechte geschützt werden. Weiter legt der Bundesrat einen grossen Stellenwert auf den Einbezug der Wirtschaft und anderer Interessengruppen in die Verhandlungen.

Die Schweizer Delegation setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM), der Direktion für Völkerrecht (DV) und des Bundesamtes für Justiz (BJ) zusammen. Ausserdem sind die Plateforme Tripartite und das vom Bundesrat aufgebaute Kompetenznetzwerk Künstliche Intelligenz an den Arbeiten beteiligt.

Thomas Schneider, Botschafter und Vizedirektor des BAKOM, ist im April zum Vorsitzenden des Ausschusses für künstliche Intelligenz (CAI) gewählt worden. Der Ausschuss wurde vom Europarat zur Erarbeitung eines Übereinkommens bis November 2023 ins Leben gerufen. ssp

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