Schweiz fällt in Rangliste der Standorte zurück

11. Januar 2021 11:55

Bern - Die Schweiz verliert im Standortranking der deutschen Stiftung Familienunternehmen einen Platz und rangiert nun auf dem sechsten Rang. Für den Vergleich unter 21 Industrienationen werden sechs Indikatoren verglichen.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW hat im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen erneut 21 Industrienationen miteinander verglichen und das Standortranking 2020 vorgelegt. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, sind dazu sechs Indikatoren herangezogen worden: Steuern, Arbeitskosten/Produktivität/Humankapital, Regulierung, Finanzierung, Infrastruktur/Institutionen, Energie. Die Schweiz schafft es auf den sechsten Rang und verliert damit im Vergleich zur bislang letzten Wertung aus dem Jahr 2018 einen Platz. An der Spitze der Wertung liegen die USA, Grossbritannien und die Niederlande. Österreich ist Neunter, Deutschland liegt auf Platz 17 vor Frankreich, während Italien auch weiterhin das Schlusslicht bildet.

Beim Subindex Steuern gehört die siebtplatzierte Schweiz zum oberen Drittel, während sie es bei Arbeitskosten/Produktivität/Humankapital nur auf Rang 12 schafft. Bei der Regulierung liegt sie auf Platz 14, während sie bei Finanzierung mit Rang 4 ihre zweitbeste Einzelplatzierung erreicht. Noch besser, nämlich auf Platz 3, steht die Schweiz bei Infrastruktur/Institutionen da, während es bei Energie nur zu Rang 18 reicht.

Laut der Medienmitteilung hat die Schweiz innerhalb der vergangenen 14 Jahre insgesamt drei Plätze in der Rangliste eingebüsst. Lediglich Deutschland hat mehr Plätze verloren (5), während Schweden ebenfalls drei Ränge abgeben musste. Die grössten Gewinner über diesen Zeitraum waren die Niederlande (7 Plätze gewonnen), Polen (6), Tschechien und die USA (je 4). jh

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