Schweiz exportiert mehr Kriegsmaterial

11. März 2021 11:57

Bern - Schweizer Unternehmen haben 2020 Kriegsmaterial im Wert von über 901 Millionen Franken exportiert. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Ausfuhren von Kriegsmaterial damit um rund einen Viertel zugelegt. Die meisten Exporte gingen in Länder Europas.

Einer Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zufolge haben Schweizer Unternehmen im vergangenen Jahr Kriegsmaterial im Wert von insgesamt 901,2 Millionen Franken exportiert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg der Ausfuhren um 24 Prozent. Die Gesamtexporte der Schweizer Wirtschaft waren 2020 im Jahresvergleich hingegen um rund 4 Prozent zurückgegangen.

Die Zunahme der Rüstungsexporte 2020 sei vor allem auf grössere Geschäfte mit Dänemark, Indonesien, Botswana und Rumänien zurückzuführen, erläutert das SECO. Konkret hatte Dänemark gepanzerte Radfahrzeuge im Wert von 154,7 Millionen Franken und Indonesien Flugabwehrsysteme im Wert von 111,3 Millionen Franken bezogen. Nach Botswana und Rumänien waren gepanzerte Radfahrzeuge im Wert von 84,9 Millionen beziehungsweise 58,7 Millionen Franken geliefert worden.

Nach Kontinenten betrachtet wurden mit 62,0 Prozent die meisten Kriegsmaterialien in europäische Länder geliefert. An zweiter Stelle folgt Asien mit einem Anteil von 18,8 Prozent. Nach Afrika und Amerika gingen im Berichtsjahr 9,6 beziehungsweise 8,5 Prozent der Exporte von Kriegsmaterial. Das Schlusslicht bildet Australien mit einem Anteil von 1,1 Prozent.

Nach Art des Kriegsmaterials aufgeschlüsselt lagen Panzerfahrzeuge mit einem Anteil von 37,5 Prozent an erster Stelle. Munition und Munitionsbestandteile machten 22,5 Prozent der Exporte aus. Weitere 16,9 Prozent der Exporte entfielen auf Feuerleiteinrichtungen, Waffen jeglichen Kalibers hatten einen Anteil von 11,6 Prozent. hs

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