Schweiz ermöglicht humanitäre Exporte in den Iran

30. Januar 2020 15:17

Bern - Humanitäre Exporte in den Iran sollen künftig trotz der Sanktionen der USA gegen das Land möglich sein. Das sogenannte Swiss Humanitarian Trade Arrangement soll Zahlungen für solche Exporte ermöglichen. Die erste Testzahlung für Medikamente ist erfolgreich verlaufen.

Die Schweiz will auch künftig humanitäre Güter in den Iran exportieren können. Deshalb hat sie in Zusammenarbeit mit den Behörden der USA und des Irans das Swiss Humanitarian Trade Arrangement erarbeitet. Dieses sieht laut einer Medienmitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) vor, dass Unternehmen und Handelsfirmen aus den Nahrungsmittel-, Pharma- und Medizinalbranchen der Schweiz trotz der US-Sanktionen gegen das Land über einen legalen Zahlungskanal verfügen, über den sie für ihre Lieferungen bezahlt werden können. 

Die Exporteure und Banken, die diesen Kanal nutzen, müssen das SECO detailliert über ihre Geschäftstätigkeiten und Geschäftspartner im Iran informieren. Diese Informationen werden auch dem US-Finanzministerium zur Verfügung gestellt. Die Verhandlungen über diesen Zahlungskanal ständen kurz vor dem Abschluss, schreibt das SECO.

Am Montag ist der Kanal erstmals getestet worden. Der Iran hat die Lieferung von Krebsmedikamenten und von Medikamenten für den Einsatz von Organtransplantationen im Wert von 2,3 Millionen Euro gezahlt. 

Die US-Sanktionen haben den Iran weitgehend vom internationalen Zahlungssystem abgeschnitten. stk

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