Schweiz drängt auf einheitliche Regeln bei Unternehmenssteuern

18. Februar 2022 14:16

Bern - Bundesrat Ueli Maurer hat beim Treffen der G20-Finanzminister die Wichtigkeit weltweit einheitlicher Regeln für die neue Besteuerung international tätiger Unternehmen betont. Zudem wies er darauf hin, dass sich höhere Inflationsraten auch auf den finanziellen Spielraum für Klimaschutz auswirken.

Ueli Maurer hat zusammen mit Nationalbankpräsident Thomas Jordan am Treffen der G20-Finanzminister und -Notenbankgouverneure teilgenommen. Die Videokonferenz fand am 17. und 18. Februar erstmals unter Vorsitz Indonesiens statt. Weitere drei solcher Treffen sind für das laufende Jahr noch geplant.

Laut einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Finanzdepartements berieten die Teilnehmenden über die Störung globaler Lieferketten, erhöhte Energiepreise und die vielerorts anziehende Inflation. In diesem Zusammenhang habe Maurer auf die Risiken weiter steigender Defizite der öffentlichen Haushalte hingewiesen. Schliesslich hänge die Finanzierung von Massnahmen gegen den Klimawandel unmittelbar vom finanzpolitischen Spielraum ab. Zudem habe Maurer eine aktive Rolle der G20 bei der Sicherstellung der Glaubwürdigkeit von internationalen Netto-Null-Allianzen angeregt.

Maurer habe zudem für die Umsetzung der neuen Besteuerung international tätiger Unternehmen auf eine weltweit einheitliche Regelung gedrängt. Rechtsunsicherheit und hohe Umsetzungskosten würden sich nach Auffassung der Schweiz negativ auf das globale nachhaltige Wachstum auswirken.

Weitere Themen waren den Angaben zufolge der weltweit gesicherte Zugang zu Impfstoffen, vor allem in Entwicklungsländern, und die Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Finanzbehörden bei der Verhinderung und Bewältigung von Pandemien. mm

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