Schweiz braucht KI-Strategie auf Bundesebene

25. Januar 2019 13:16

Zürich - Schweizer Unternehmen liegen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im globalen Vergleich zurück. Dies hat eine Studie von PwC ergeben. Das Beratungsunternehmen fordert eine KI-Strategie auf Bundesebene ein. Sonst könnte die Schweiz den Anschluss verpassen.

Weltweit gingen 85 Prozent der Unternehmenschefs davon aus, dass KI ihr Geschäft innerhalb der nächsten fünf Jahre grundlegend verändern werde, informiert PwC Schweiz in einer Mitteilung zum diesjährigen „PwC CEO Survey“. Der überwiegenden Mehrheit der Befragten zufolge wird KI dabei noch grössere Auswirkungen als das Internet haben.

Bei Schweizer Unternehmen herrsche jedoch hohe Zurückhaltung im Umgang mit KI vor, meint PwC. Der Mitteilung zufolge planen rund vier von zehn Schweizer Firmenchefs keinen Einsatz von KI. Weitere 23 Prozent wollen in den nächsten drei Jahren einen Plan für potenzielle KI-Anwendungen ausarbeiten. Nicht einmal jedes zehnte Unternehmen in der Schweiz arbeitet bereits mit Künstlicher Intelligenz.

Die Zurückhaltung der Schweizer Unternehmen wird von den Analysten von PwC unter anderem mit deren Auslastung mit anderen Herausforderungen wie der Frankenstärke begründet. Zudem gebe es Vorbehalte gegenüber der Technologie. Eine wichtige Rolle messen sie jedoch der Verfügbarkeit von Daten bei, auf die KI-Systeme zum Lernen angewiesen sind. Hier sollten staatliche Fördermassnahmen nachhelfen, wird in der Mitteilung angeregt.

„Im Vergleich zu anderen Ländern hat die Schweiz noch keine KI-Strategie auf Bundesebene“, meint Christian Westermann, Datenexperte und KI-Leiter bei PwC Schweiz, in der Mitteilung. Er fordert den Bund auf, „die nötigen Rahmenbedingungen für KI in der Schweiz zu schaffen und Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungsinstitutionen in der Einleitung konkreter Massnahmen zu unterstützen“. Sonst könnte die Schweiz den Anschluss verpassen. hs

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