Schweiz bleibt Land mit höchster Erfindungsdichte

16. März 2021 14:39

München - Schweizer Unternehmen haben 2020 weniger Patente beim Europäischen Patentamt angemeldet als im Vorjahr. Die Schweiz bleibt aber weiter das Land mit der höchsten Erfindungsdichte in Europa. Unter den Schweizer Firmen belegt ABB bei den Anmeldungen den ersten Platz. Roche folgt auf Platz 2.

Die Patentanmeldungen Schweizer Unternehmen beim Europäischen Patentamt (EPA) sind 2020 im Jahresvergleich um 1,9 Prozent auf 8112 Anmeldungen gefallen. Dies geht aus einer Mitteilung zum Patent Index 2020 des EPA hervor. Patentanmeldungen aus der Schweiz hätten damit erstmals seit 2009 einen Rückgang aufgewiesen, heisst es in der Mitteilung weiter. Besonders deutlich sei dieser in den Wirtschaftsbereichen Messtechnik und Medizintechnik ausgefallen.

„Die Herausforderungen des letzten Jahres haben alle Länder der Europäischen Patentorganisation getroffen, auch die Schweiz“, wird EPA-Präsident António Campinos in der Mitteilung zitiert. „Das ändert aber nichts daran, dass die Schweiz ein herausragender Innovationsstandort ist, der einen grossen Beitrag zur Weiterentwicklung zukunftsweisender Technologien leistet.“

Mit 966 Patentanmeldungen pro Million Einwohner kann die Schweiz denn auch ihren Spitzenplatz innerhalb Europas mit Abstand verteidigen. Das zweitplatzierte Land Schweden hat es 2020 auf 434 Patentanmeldungen pro Million Einwohner gebracht. Deutschland belegt mit 324 Patentanmeldungen pro Million Einwohner 2020 den sechsten Rang.

Unter den Schweizer Unternehmen konnte sich ABB mit 678 Patentanmeldungen im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge den Spitzenplatz sichern. Roche folgt mit 656 Patentanmeldungen dicht dahinter auf dem zweiten Platz. Vervollständigt wird das Siegertreppchen von Nestlé mit 444 Patentanmeldungen im vergangenen Jahr. hs

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