Schlieremer rqmicro nimmt am LegioRapid-Projekt teil

18. Januar 2021 14:29

Schlieren ZH - Deutsche Experten arbeiten im Projekt LegioRapid an der Standardisierung der Gefährdungsanalyse durch Legionellen. Die rqmicro AG nimmt mit ihrem Gerät zum raschen Nachweis gefährlicher Legionellen im Wasser daran teil.

Die Schlieremer Jungfirma rqmicro nimmt laut einer Medienmitteilung am Projekt LegioRapid teil, dessen Ziel die Standardisierung neuer und vor allem schnellerer Prüfmethoden von Wasser auf Verunreinigung durch Legionellen ist. rqmicro hat ein mobiles Gerät entwickelt, das innerhalb von maximal zwei Stunden gefährliche Legionellen im Wasser nachweisen kann. Mit Standardmethoden dauert ihr Nachweis mehr als zehn Tage.

Beim Projekt LegioRapid arbeiten Experten des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), der Technischen Universität München und der Technischen Universität Dresden unter Federführung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zusammen. Ziel ist es, kulturunabhängige Screening-Methoden zu standardisieren. Es soll eine neue VDI-Richtlinie entwickelt werden, damit ein umfassender Massnahmenkatalog für die Risikoanalyse zur Verfügung steht.

Die Erreger der Legionärskrankheit stellen eine steigende Bedrohung der öffentlichen Gesundheit dar. Legionellen sind natürlich vorkommende Wasserbakterien, die aus der Umwelt in technische Wassersysteme gelangen, wie Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider, heisst es dazu auf der Internetseite von LegioRapid. Bei starker Vermehrung der Bakterien können diese in die Luft gelangen. Atmen Menschen solche legionellenhaltigen Bioaerosole ein, kann das zu der Influenza ähnlichen Erkrankungen, aber auch zu schweren Lungenentzündungen mit möglicher Todesfolge führen, der Legionärskrankheit.

rqmicro ist eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und Mitglied von Start-Smart-Schlieren. gba 

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