Schaffhausen will schnellere Grenzöffnung

18. Mai 2020 10:34

Schaffhausen - Schaffhauser Regierungsräte haben sich mit Landräten aus der südbadischen Grenzregion getroffen. Sie begrüssen die Lockerungen bei den Grenzübergängen. Gleichzeitig fordern sie, dass die Grenzen schon vor dem 15. Juni vollständig geöffnet werden sollen.

Seit fast neun Wochen sind die Grenzen zwischen der Schweiz und Deutschland aufgrund der Pandemie geschlossen. Am 16. Mai erfolgte nun die erste Lockerung für familiäre Beziehungen sowie für Besitzer von Eigentum im Nachbarland. Allerdings sollen die Grenzen erst am 15. Juni vollständig geöffnet werden. Schaffhauser Regierungsräte und Landräte aus der südbadischen Grenzregion begrüssen die Lockerung, fordern laut einer Mitteilung aber eine schnellere Öffnung der Grenzen.

„Die Zeit der Schliessung war für uns eine grosse Belastungsprobe – nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht  – und hat gezeigt, dass unsere Verbindungen in die Schweiz für unsere Region von grosser Bedeutung sind“, so Sven Hinterseh, Landrat des Schwarzwald-Baar-Kreises. „Ich halte es für angebracht, die vollständige Öffnung zeitnah umzusetzen und nicht erst zum 15. Juni, wie aktuell geplant“, fügt er hinzu.

Die Schaffhauser Regierungsräte Martin Kessler (FDP) und Christian Amsler (FDP) betonen, dass sich gerade im Zuge der Grenzschliessung gezeigt habe, wie wichtig die etablierte regionale grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei. Es sei auch deutlich geworden, wie eintschneidend Folgen wie die Blockierung des Schienenverkehrs für die Region seien. Umso wichtiger sei es nun, „dass man sich auch auf Bundesebene der Konsequenzen für die Grenzregion bewusst ist und sich entsprechend gegenseitig verständigt“. ssp

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