Schaffhausen senkt Gewinnsteuer

04. Oktober 2019 13:24

Schaffhausen - Die Referendumsfrist für die Umsetzungsvorlage der Steuerreform im Kanton Schaffhausen ist ungenutzt verstrichen. Das neue Recht wird somit per Jahresanfang 2020 in Kraft treten. Es sieht eine Vereinheitlichung der Gesamtsteuer für Kapitalgesellschaften auf 12 bis 12,5 Prozent vor.

Die kantonale Umsetzungsvorlage der Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) biete dem Kanton Schaffhausen „ein wirtschafts- und familienfreundliches Gesamtpaket“, schreibt das Finanzdepartement des Kantons in einer Mitteilung. Ihr Kernelement stelle „die Vereinheitlichung der Gesamtsteuerbelastung für Kapitalgesellschaften im Kanton Schaffhausen auf 12 – 12,5 Prozent nach einer Übergangsphase von 5 Jahren“ dar. Darüber hinaus sieht das neue Recht die Einführung einer Patentbox und Begünstigungen bei den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung vor. „Damit festigt der Kanton seine im gesamtschweizerischen Vergleich sehr steuergünstige Position und bietet unverändert attraktive steuerliche Rahmenbedingungen für sämtliche im Kanton ansässige Unternehmen“, heisst es in der Mitteilung.

Im Bereich der Familienfreundlichkeit sieht das neue Recht höhere Versicherungsabzüge für alle Steuerpflichtigen und Steuergutschriften für Familien mit Kindern vor. Zudem werden die Kinder- und Ausbildungszulagen aufgestockt.

Der Kantonsrat hatte die Vorlage am 1. Juli mit 46 zu sechs Gegenstimmen verabschiedet. Nachdem die Referendumsfrist für die Vorlage am 3. Oktober ungenutzt verstrichen ist, soll die Inkraftsetzung des neuen Rechts zum Jahresbeginn 2020 noch im Oktober durch den Regierungsrat beschlossen werden.

 

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