Schäden durch Katastrophen gehen deutlich zurück

16. August 2018 13:29

Zürich - Der Rückversicherer Swiss Re beziffert die durch Katastrophen im ersten Halbjahr 2018 weltweit verursachten Schäden auf 36 Milliarden Dollar. Im ersten Halbjahr 2017 waren es noch 64 Milliarden Dollar.

Swiss Re hat die Analysen im Rahmen seines fortlaufenden Forschungsprojektes sigma durchgeführt, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die nun vorliegenden vorläufigen Zahlen machen nicht nur den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Die 36 Milliarden Dollar liegen auch sehr deutlich unter dem Halbjahresdurchschnitt für die vergangenen zehn Jahre von 125 Milliarden Dollar. Zudem liegt auch die Zahl von durch Katastrophen getötete oder in der Folge vermisste Menschen mit 3900 deutlich unter den 4600 Personen aus dem ersten Halbjahr 2017.

Von den 36 Milliarden Dollar gesamtwirtschaftlicher Schaden im ersten Halbjahr 2018 waren 20 Milliarden Dollar versichert. 34 Milliarden Dollar der Gesamtsumme sind auf Naturkatastrophen zurückzuführen. Die verbleibenden Schäden von 2 Milliarden Dollar sind durch Menschen verursacht worden. Der Wintersturm Friederike war das teuerste Schadensereignis in Europa. Swiss Re schätzt den entstandenen Schaden auf 2,7 Milliarden Dollar. In den USA verursachte der Wintersturm Nor’easter Schäden von 1,6 Milliarden Dollar.

Bereits in der ersten Jahreshälfte waren viele weltweite Regionen von der Hitzewelle und von Dürren betroffen. Dies könnte sich auch in den Erhebungen für das zweite Halbjahr niederschlagen. „Die Höhe der trockenheitsbedingten Schäden in der Landwirtschaft und aufgrund der Waldbrände ist noch zu beziffern“, erklärt Swiss Re dazu. „Wir gehen davon aus, dass wir weitere extreme Wetterlagen erleben werden, zum Beispiel anhaltende Hitzewellen und Dürreperioden – ähnlich wie die der letzten Wochen“, schaut Martin Bertogg auf den weiteren Jahresverlauf voraus, Head of Catastrophe Perils bei Swiss Re. jh

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